

Introduction
Rita Casale (* 3. April 1968 in Ostuni, Italien) ist eine italienisch-deutsche Philosophin und Professorin für Erziehungswissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildungsphilosophie, Feministische Theorie und historische Geschlechterforschung sowie Sozial- und Kulturgeschichte der Pädagogik in der europäischen Moderne.
Leben und Werk
Rita Casale studierte Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaft in Bari, Paris und Freiburg im Breisgau. 1997 wurde sie in Philosophie mit einer Arbeit über die theoretische, historische und politische Bedeutung der Nietzscheanischen Philosophie für das Denken Martin Heideggers promoviert. Mit ihrer Dissertation, die 1999 und 2005 auf Italienisch erschien, machte sie sich einen Namen als Nietzsche-Forscherin. In deutscher Übersetzung wurde das Buch 2010 unter dem Titel Heideggers Nietzsche. Geschichte einer Obsession veröffentlicht.
Nach Stationen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, den Universitäten Zürich, Wien und Fribourg hat sie seit 2009 eine Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung an der Bergischen Universität Wuppertal inne.
Im Sommersemester 2011 leitete sie als Kollegiatin am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz ein Forschungsprojekt zum Thema Kulturalisierung und Epistemologisierung feministischer Theorie.
Sie ist seit 2002 Mitherausgeberin und Redakteurin der wissenschaftlichen Zeitschrift Feministische Studien, gehört seit 2009 zum Beirat des Jahrbuchs Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft und ist Mitherausgeberin des Jahrbuchs für Historische Bildungsforschung.
Rita Casale lebt in Köln.
Publikationen (Auswahl)
Monografien
- L'esperienza Nietzsche di Heidegger tra nichilismo e Seinsfrage. Bibliopolis, Neapel 2005, ISBN 88-7088-468-6 (Italienisch).
- Heideggers Nietzsche. Geschichte einer Obsession. Aus dem Italienischen übersetzt von Catrin Dingler. Transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1165-6.
Herausgeberschaft
- mit Edgar Forster u. a. (Hrsg.): Wie Phönix aus der Asche. Die Wiedergeburt des Mannes (= Feministische Studien. Bd. 24, Nr. 2). Lucius & Lucius, Stuttgart 2006.
- als Herausgeberin mit Jürgen Oelkers, Rebekka Horlacher und Sabina Larcher Klee: Bildung und Rationalisierung bei Max Weber. Beiträge zur historischen Bildungsforschung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2006, ISBN 3-7815-1449-8.
- als Herausgeberin mit Daniel Tröhler und Jürgen Oelkers: Methoden und Kontexte. Historiographische Probleme der Bildungsforschung. Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0077-6.
- als Herausgeberin mit Eva Borst: Ökonomien der Geschlechter (= Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft. 3). Budrich, Opladen u. a. 2007, ISBN 978-3-86649-088-8.
- als Herausgeberin mit Barbara Rendtorff: Was kommt nach der Genderforschung? Zur Zukunft der feministischen Theoriebildung. Transcript, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89942-748-6.
- als Herausgeberin mit Ute Gerhard und Ulla Wischermann: Neuer Feminismus? (= Feministische Studien. Bd. 28, Nr. 2). Lucius & Lucius, Stuttgart 2008.
- als Herausgeberin mit Sabine Andresen, Thomas Gabriel, Rebekka Horlacher, Sabina Larcher Klee und Jürgen Oelkers: Handwörterbuch Erziehungswissenschaft. Beltz, Weinheim u. a. 2009, ISBN 978-3-407-83159-0.
- als Herausgeberin mit Edgar Forster: Ungleiche Geschlechtergleichheit. Geschlechterpolitik und Theorien des Humankapitals (= Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft. 7). Budrich, Opladen u. a. 2011, ISBN 978-3-86649-359-9.