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Gender:
Male
Places:
Birth:
28 March 1861
Death:
26 January 1941
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Introduction Leben Bauten (Auswahl) Literatur
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Biography

Introduction

Paul Heinrich Kienzle (* 28. März 1861 in Birkenfeld (Württemberg); † 26. Januar 1941 in Ulm) war ein deutscher Architekt und Hotelier.

Leben

Kienzle besuchte die Lateinschule in Neuenbürg und wurde von 1875 bis 1878 in Birkenfeld bei J. Springer als Steinhauer ausgebildet. In den folgenden Jahren arbeitete er im Sommer als Steinhauer und bildete sich ab 1876 im Winterhalbjahr an der Königlichen Baugewerkeschule in Stuttgart fort. Nach seiner Prüfung zum Baumeister im Jahr 1887 studierte er an der technischen Hochschule in Stuttgart bei Christian Friedrich von Leins Architektur. Kienzle übernahm 1891/92 für seinen Professor die Bauleitung der Villa Wieland in Ulm. Er lässt sich dort als Architekt nieder und baut überwiegend in Ulm Villen, Wohn- und Geschäftshäuser im Stil des Historismus und im Jugendstil. Im Jahr 1893 erhält er das Reisestipendium des Königs von Württemberg zum Besuch der Weltausstellung in Chicago und trifft dort auf den Architekten Dankmar Adler (Adler & Sullivan).
1894 hat Kienzle die erst 1892 entdeckte Laichinger Tiefenhöhle detailliert vermessen.

Paul Heinrich Kienzle war verheiratet mit Bertha Remshardt und hatte drei Kinder. Er starb am 26. Januar 1941 in Ulm.

Bauten (Auswahl)

Außer in Ulm baute Kienzle auch in Birkenfeld, Rastatt, Laichingen, Ostrach, Deggingen.

Bahnhofstraße mit Münsterhotel in Ulm um 1901
Villa Heimstraße 9 in Ulm, erbaut 1903
  • 1891–1892 Villa Wieland Ecke Neuthorstraße und Olgastraße in Ulm (Entwurf Christian Friedrich von Leins; Kriegsverlust; heute steht dort das Theater Ulm)
  • 1896 Heimstraße 17 in Ulm (heute unter Denkmalschutz)
  • 1899–1901 Münsterhotel Bahnhofstraße in Ulm (Kriegsverlust)
  • 1901 Konzertsaal Silcherstraße 2 in Neu-Ulm (abgerissen 2012)
  • 1902 Schülinstraße 20–22 in Ulm
  • 1903 Olgastraße 139 in Ulm; Wohnhaus (ehem. Nr. 81; zeitw. Wohnung von Hans und Sophie Scholl)
  • 1903 Heimstraße 9 in Ulm (heute unter Denkmalschutz)
  • 1903–1904 König-Wilhelm-Straße 5 in Ulm; Wohn- und Geschäftshaus
  • 1903–1904 Promenade 6 in Ulm; Villa des Nudelfabrikanten Leible
  • 1909 Lichtensteinstraße 14 in Ulm; Villa
  • 1910 Lichtensteinstraße 5–9 in Ulm; Wohnhäuser
  • 1911–1912 Zinglerstraße 76 in Ulm; Villa des Tierhändlers Julius Mohr
  • 1911 Erweiterung Schulhaus in Birkenfeld (heute Friedrich-Silcher-Schule)
Schulhaus Birkenfeld. Schaubild. (1910)

Literatur

  • Uwe Heinloth und Reintraut Semmler: Auf den Spuren von Jugendstil und Historismus in Ulm, 2001, ISBN 978-3-932577-93-2
  • Thomas Vogel: Kunst- und Kulturdenkmale im Alb-Donau-Kreis und in Ulm, 2005, ISBN 3-8062-1901-X