

Introduction
Oskar Justinus Cohn (* 21. Februar 1839 in Breslau; † 6. August 1893 in Bad Nauheim) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.
Leben
Er entstammte einem Breslauer Handelshaus, dessen Leitung er später übernehmen sollte. So durchlief er eine kaufmännische Ausbildung. Sein Bruder Ferdinand Cohn war ein bekannter Botaniker und Bakteriologe. Sein Vater war österreichischer Generalkonsul und erwarb im höheren Alter noch den Doktortitel. Justinus war als Geschäftsmann wenig erfolgreich und löste nach Insolvenz das väterliche Handelsunternehmen unter Verlust allen Vermögens auf und zog nach Berlin, wo er sich der Schriftstellerei widmete. Sein erstes Theaterstück, Der Vereinsheld wurde 1861 in Breslau aufgeführt, seine nächsten Stücke erschienen aber erst nach sechzehnjähriger Pause. Justinus verstarb in Bad Nauheim, wo er Heilung für ein Herzleiden suchte.
Werke
- Eine stille Familie. (oder: Eine stille Gartenwohnung). Schwank in 4 Acten. 1879
- Ein Photographie-Album. Augenblicksbilder aus der Gesellschaft. 1885
- Die Ehestifterin. Lustspiel. 1886
- Kyritz-Pyritz. Posse mit Gesang in drei Aufzügen. 1886
- Griechisches Feuer. Lustspiel in drei Aufzügen. 1887
- Die Ehestifterin. Lustspiel in einem Aufzug. 1887
- Amor auf Reisen. Lustige Geschichten. 1888
- Die Liebesprobe. Dramatischer Scherz in einem Aufzug; nach einer Idee von Lion Claustus. 1888
- Gesellschaftliche Pflichten. Lustspiel in vier Aufzügen. 1889
- In der Kinderstube. Lustspiel in einem Aufzug. 1889
- Ausgeschlossen. Solospiel zum Vortrag und zur Aufführung in Familienkreisen. 1890
- In der Zehnmillionen-Stadt. Berliner Roman aus dem Ende des zwanzigsten Jahrhunderts. 1892
- Italienischer Salat. 1892
- Häuslicher Bilderbogen. 1894
- Ein Proletarierkind. 1894
Literatur
- Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts . . . 6. Aufl. Band 1, S. 431–432.