Gustav Bohnsack
Deutscher Architekt und Hochschullehrer

Gustav Bohnsack

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Deutscher Architekt und Hochschullehrer
Gender:
Male
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Birth:
9 May 1843(Seesen, Goslar district, Lower Saxony, Germany)
Death:
16 March 1925
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Introduction Leben Bauten (Auswahl) Schriften (Auswahl) Literatur
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Biography

Introduction

Gustav Bohnsack (* 9. Mai 1843 in Seesen; † 1925 in Braunschweig) war ein deutscher Architekt, Baurat und Hochschullehrer.

Leben

Gustav Bohnsack wurde 1843 in Seesen geboren. Er studierte ab 1860 am Braunschweiger Collegium Carolinum, wurde 1869 Baukondukteur und 1870 Baumeister. Er nahm 1870/1871 am Deutsch-Französischen Krieg teil. Bohnsack wurde 1873 zum Regierungsbaumeister und 1883 zum Herzoglichen Baumeister ernannt. Er wirkte daneben ab 1894 als Dozent und ab 1903 als Professor für Baugeschichte und mittelalterliche Baukunst an der Technischen Hochschule Braunschweig. Er wurde 1906 zum Baurat ernannt und hielt nachfolgend auch Vorlesungen in landwirtschaftlicher Baukunst und Ingenieurhochbauten. Im Jahr 1914 schied er aus dem Lehramt aus.

Bohnsack gehörte zu den engen Braunschweiger Freunden des Dichters Wilhelm Raabe, mit dem er in den geselligen Vereinigungen der Kleiderseller und des Feuchten Pinsels zusammentraf und „mit dem er in freundlichem Neckton verkehrte“. Bohnsack schuf 1890 eine Porträtzeichnung Raabes.

Gustav Bohnsack trug den Titel eines Geheimen Hofrats und war Träger des Ordens Heinrichs des Löwen. Er wohnte zuletzt in der Husarenstraße in Braunschweig, wo er 1925 im Alter von 81 Jahren starb. Sein Sohn war der Regierungsbaumeister Wilhelm Bohnsack.

Bauten (Auswahl)

  • Herzogliche Polizeidirektion Münzstraße, Braunschweig (1879/1880)
  • Töchterschule (heute Wichernschule), Helmstedt (1880)
  • Neobarocker Neubau der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel (1881–1886)
  • Gutswohnhaus Heinemeyer, Rohrsheim (Bezirk Magdeburg) (1888)

Schriften (Auswahl)

  • Die Via Appia von Rom bis Albano. Wolfenbüttel 1886.
  • Braunschweig : Ein deutsches Städtebild. Westermann, Braunschweig 1906. (Digitalisat)
  • Braunschweig (mit Aquarellen von Emil Limmer). In: Illustrirte Zeitung. Leipzig. Bd. 128, Nr. 3330 v. 25. April 1907. (Digitalisat)

Literatur

  • Roland Böttcher, Kristiana Hartmann, Monika Lemke-Kokkelink: Die Architekturlehrer der TU Braunschweig 1814–1995. (= Braunschweiger Werkstücke, Reihe A, Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv und der Stadtbibliothek, Band 41, Der ganzen Reihe Band 94), Braunschweig 1995, ISBN 3-87884-046-2, S. 14–15.