Else Basch
Holocaust victim, b. 1878-08-04

Else Basch

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Holocaust victim, b. 1878-08-04
Gender:
Female
Birth:
4 August 1878(Nuremberg, Middle Franconia, Bavaria, Germany)
Death:
18 June 1944(Terezín, Litoměřice District, Ústí nad Labem Region, Czech Republic)
Star sign:
Residences
Munich, Upper Bavaria, Bavaria, Germany
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Introduction Verlegte Stolpersteine Verlegedaten Siehe auch
The details
Biography

Introduction

Verlegung von 13 neuen Stolpersteinen in der Ickstattstraße 13, Juni 2017

Die Liste der Stolpersteine in München enthält die auf Privatgrund verlegten Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunstprojekts von Gunter Demnig in München verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in München lebten und wirkten. Der Münchner Stadtrat beschloss 2015, dass auf öffentlichem Grund keine Stolpersteine verlegt werden (Stattdessen werden seit 2018 Gedenktafeln und Stelen der Aktion Erinnerungszeichen installiert). Deshalb gibt es über die auf Privatgrund verlegten Stolpersteine hinaus eine hohe Zahl an nicht verlegten Stolpersteinen für München, die zu einem kleinen Teil in Ausstellungen zu sehen sind. Die Mehrzahl ist jedoch eingelagert.

Bislang wurden 147 Stolpersteine (Stand: Juli 2022) in sieben Stadtbezirken verlegt. Sechs weitere Stolpersteine sind im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten sowie im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst ausgestellt. Weitere 203 Stolpersteine werden in einem Keller verwahrt.

Verlegte Stolpersteine

f1 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Altstadt-Lehel

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

EUGEN ABELES
Reitmorstraße 53 Eugen Abeles, geboren am 2. September 1897 in Chiesch. Er entstammte einer erfolgreichen Kaufmannsfamilie, die mehrere Läden und eine der größten Zigarettenfabriken in München betrieb. Dort hatten er und seine Brüder leitende Positionen inne. Die Fabrik hatte bis 1938 ihre Hallen und Anlagen in der Lindwurmstraße 125. Nach der Reichspogromnacht mussten die Brüder im KZ Dachau ihrer Enteignung zustimmen, bevor sie wieder entlassen wurden. Seinen drei jüngeren in München geborenen Brüdern gelang die Emigration in die USA. Mit seinen beiden älteren Brüdern wurde Eugen Abeles am 21. November 1941 nach Kaunas deportiert. Dort wurde er vier Tage nach der Ankunft ermordet.

HERMINE BACH
Thierschstraße 25 Hermine Bach, geboren am 13. Juni 1889 in München. Sie war das einzige Kind von Joseph und Rosa Bach, geb. Bernheim. Von April 1933 bis Oktober 1937 lebte die Familie im 1. Stock des Hauses in der Thierschstraße 25. Am 4. April 1942 wurde Hermine Bach aus München nach Piaski deportiert und dort ermordet.

ELSE BASCH
Widenmayerstraße 16
Else Basch, geboren am 4. August 1878 in Nürnberg. Ihre Eltern waren Josef Ordenstein, ein Hopfenhändler am Tegernsee und später in München, und Ida geb. Lauchheimer. Sie hatte drei Geschwister, Ludwig (geboren am 25. April 1877 in Nürnberg), Frieda (geboren 1881) und Richard (geboren 14.12.1862, verstorben 28.02.1914). Sie heiratete am 20. Januar 1902 in Nürnberg den Fabrikanten Julius Basch (siehe unten) und übersiedelte nach München. Das Paar hatte einen Sohn, Ernst (siehe unten), und wohnte in der Steinsdorfstraße 15. Else und Julius Basch erwarben das Geschäftshaus Zum schönen Turm in der Kaufingerstraße, welches heute als Hirmer-Haus bekannt ist.
Der arisierte Familienbesitz in der Kaufingerstraße
Im Jahr 1926 übersiedelte die Familie in die Widenmayerstraße 16. Ihr Ehemann wurde 1938 ins KZ Dachau verschleppt. Er verstarb am 1. Oktober 1940 in München. Nach dem Verlust ihrer Wohnung wurde Else Basch im November 1941 in das Krankenheim der Israelitische Kultusgemeinde aufgenommen. Am 11. Juni 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie am 18. Juni 1944 ums Leben gebracht wurde.

Ihr Sohn konnte rechtzeitig emigrieren. Ihr Bruder Ludwig Ordenstein, Kaufmann und ledig, wurde bereits am 22. August 1942 in Theresienstadt ermordet. Für ihn wurde ein Stolperstein angefertigt (Landwehrstr. 22), der noch aufbewahrt wird.


ERNST BASCH
Widenmayerstraße 16
Ernst Basch, geboren am 11. März 1909 in München, war der Sohn von Julius Basch und Else geb. Ordenstein. Er studierte Jura in Berlin, wurde jedoch wegen seiner Herkunft nicht in den Justizdienst aufgenommen. „Basch erkannte rasch, welche Gefahr von den Nazis ausging.“ Er und seine Frau flohen bereits im Frühjahr 1933 in die Vereinigten Staaten. Ernst Basch versuchte auch seine Eltern zur Flucht zu bewegen, freilich vergebens. 1937 veröffentlichte er unter dem Pseudonym E.B. Ashton – um die Eltern zu schützen – in London und New York den mehr als 300 Seiten starken Band The fascist: his state and his mind. 1949 forderte er die Rückstellung des einstigen Besitzes seiner Eltern, einigte sich jedoch mit der Allianz, die das Geschäftshaus der Eltern 1940 gekauft hatte, auf eine Ausgleichszahlung. Er arbeitete als Schriftsteller und Übersetzer in der Nähe von New York und verstarb am 20. Februar 1983.

JULIUS BASCH
Widenmayerstraße 16
Julius Basch, geboren am 15. Januar 1876 in München, war der Sohn von Ludwig Basch, eines Kaufmanns, und Maria geb. Löwenmeyer. Er wurde Kaufmann und Fabrikant und heiratete am 20. Januar 1902 in Nürnberg Else geb. Ordenstein. Das Paar hatte einen Sohn, Ernst (siehe oben), und wohnte in der Steinsdorfstraße 15. Im Jahr 1926 übersiedelte die Familie in die Widenmayerstraße 16. Julius Basch und seine Frau erwarben das Geschäftshaus Zum schönen Turm in der Kaufingerstraße. 1935 emigrierte Sohn Ernst in die USA. 1938, nach den Novemberpogromen, wurde Julius Basch in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. „Auf Entlassung konnte in solchen Fällen nur hoffen, wer glaubhaft versicherte, umgehend aus Deutschland zu emigrieren. Damit waren erhebliche Kosten für die Auswanderung und für eine Vielzahl diskriminierender Abgaben und Sondersteuern verbunden.“ Das Geschäftshaus in der Kaufingerstraße wurde in der Folge „arisiert“, ebenso die darin untergebrachte Textilhandelsgesellschaft Bamberger & Herz. Julius Basch verstarb am 1. Oktober 1940 in München. Die Todesursache ist unbekannt.

Seine Ehefrau wurde im Juni 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben gebracht. Sein Sohn konnte überleben.


HANNA COHN
Reitmorstraße 53

RECHA COHN
Reitmorstraße 53

DR. ROBERT
RICHARD COHN
Reitmorstraße 53

HENRIETTE
EPPSTEIN
Thierschstraße 25

SIEGFRIED
EPPSTEIN
Thierschstraße 25

HEDWIG HIRSCH
Steinsdorfstr. 17

DR. KARL HIRSCH
Steinsdorfstr. 17

WILHELM HOFHEIMER
Steinsdorfstr. 17

BERTA CHARLOTTE
KAPHAN
Reitmorstraße 53

JAKOB KAPHAN
Reitmorstraße 53

KURT TOBIAS
KAPHAN
Reitmorstraße 53

JENNY KAUFMANN
Thierschstraße 25

KÄTHE KAUFMANN
Thierschstraße 25

SALY KAUFMANN
Thierschstraße 25

MARIE KRAFT
Thierschstraße 26

HELENE NEU
Thierschstraße 25

EMMA
ROTHSCHILD
Thierschstraße 26

WILHELM
ROTHSCHILD
Thierschstraße 26

ERNA SIMON
Reitmorstraße 53

KLARA STRAUSS
Widenmayerstraße 16
Klara Strauss, geb. Marx wurde am 18. April 1875 in Mannheim geboren. Ihre Eltern waren der Industrielle Adolf Marx und Frieda geb. Wolff. Am 22. Juli 1900 heiratete sie den Industriellen Siegfried Strauss (1863–1930) aus München. Das Paar lebte ab Mai 1911 in der Widenmayerstraße 16 / III. Die Witwe wurde im Juni 1939 gezwungen, ihre Wohnung abzugeben und in Sammelquartiere zu ziehen, zuerst in der Gedonstraße, danach in der Leopoldstraße. Am 7. November 1941 nahm sich Klara Strauss das Leben, um der Deportation zu entgehen.

BERTHOLD TRIEST
Reitmorstraße 53

HEINZ TRIEST
Reitmorstraße 53

LINA TRIEST
Reitmorstraße 53

MARGOT ELLEN
TRIEST
Reitmorstraße 53

MORITZ TRIEST
Reitmorstraße 53

Au-Haidhausen

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

EMANUEL BERGE
Mariahilfstraße 3 Emanuel Berge

DR. ANTON BRAUN
Franziskanerstraße 41 Dr. Anton Braun

HEINRICH GOLDSTEIN
Mariahilfstraße 9 Heinrich Goldstein

HILDA GOLDSTEIN
Mariahilfstraße 9 Hilda Goldstein

ISAAK GORDIN
Zeppelinstraße 16 Isaak Gordin

JAKOB GORDIN
Zeppelinstraße 16 Jakob Gordin

MALIA GORDIN
Zeppelinstraße 16 Malia Gordin

NAHUM GORDIN
Zeppelinstraße 16 Nahum Gordin

WOLFGANG GORDIN
Zeppelinstraße 16 Wolfgang Gordin

JOSEFINE HAMBERGER
Mariahilfstraße 7 Josefine Hamberger

LUDWIG HAMBERGER
Mariahilfstraße 7 Ludwig Hamberger

DORA HELBING
Mariahilfstraße 7 Dora Helbing

FRIEDRICH DAVID
HELBING
Mariahilfstraße 7 Friedrich David Helbing

VIKTORIA KLIMM
Entenbachstraße 45
Viktoria Klimm wurde am 21. Dezember 1885 im schwäbischen Irsee (nahe Kaufbeuren) geboren. Sie war Zeugin Jehovas und wurde am 23. Juli 1936 zum ersten Mal verhaftet, weil sie den Hitlergruß verweigerte. Nach ihrer Freilassung nahm sie an einer reichsweiten Flugblattaktion, die am 12. Dezember 1936 von den Zeugen Jehovas organisiert wurde, teil. Sie wurde erneut verhaftet und zuerst in das KZ Moringen verschleppt, in der Folge nach Lichtenburg und Ravensbrück. Am 1. Juli 1942 wurde sie schließlich ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo sie am 16. Dezember 1942 vom NS-Regime ermordet wurde.

ANTONIE KOHN
Mariahilfstraße 3 Antonie Kohn

MATHILDE KOHN
Mariahilfstraße 3 Mathilde Kohn

NATHAN KOHN
Mariahilfstraße 3 Nathan Kohn

JOHANNA KRAMER
Franziskanerstraße 7 Johanna Kramer

BERTA
PRÖLSDORFER
Franziskanerstraße 7 Berta Prölsdorfer

ZACHARIAS FRITZ
REITER
Franziskanerstraße 7 Zacharias Fritz Reiter

ILSE RÖDELHEIMER
Sckellstraße 6 Ilse Rödelheimer

JOHANNA RÖDELHEIMER
Sckellstraße 6 Johanna Rödelheimer

REGINA RÖDELHEIMER
Sckellstraße 6 Regina Rödelheimer

BERTHA WOLF
Franziskanerstraße 7 Bertha Wolf

Bogenhausen

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

LUDWIG GERDTS
Pienzenauerstraße 24 Ludwig Gerdts

NELLY GERDTS
Pienzenauerstraße 24 Nelly Gerdts

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

MAX ANSORGE
Lindwurmstraße 17 Max Ansorge

EUGENIE BENARIO
Haydnstraße 12
Eugenie Benario, geb. Gutmann wurde am 6. September 1876 in Nürnberg geboren. Ihre Eltern waren der Bankier Ignaz Gutmann und Olga geb. Hellmann. Am 2. April 1900 heiratete sie den Anwalt und Schriftsteller Leo Benario (20. September 1869 in Marktbreit – 11. Februar 1933 in München). Das Paar hatte drei Kinder, alle in München geboren: Otto (siehe unten), Oskar (geb. am 20. August 1905) und Olga (geb. am 12. Februar 1908). Ab April 1915 lebte die Familie in der Jakob-Klar-Straße 1. Ihr Mann war ein bekannter Sozialdemokrat und verfasste eine Reihe sozialkritischer Werke, darunter 1908 die Studie Die Wucherer und ihre Opfer.
Ihre Tochter Olga schloss sich den Kommunisten an und absolvierte eine militärische Ausbildung in der Sowjetunion. Dort lernte sie Hauptmann Luís Carlos Prestes kennen, einen brasilianischen Kommunistenführer, wurde dessen Leibwächterin und Geliebte. Sie soll Prestes in Moskau geheiratet haben, doch ist dies nicht verbürgt. Nach ihrer Beteiligung an einem Umsturzversuch in Brasilien wurde sie verhaftet und von der brasilianischen Regierung an das NS-Regime ausgeliefert. Sie kam hochschwanger in Deutschland an und gebar ihre Tochter, Anita Leocádia Prestes, am 27. November 1936 in einem Berliner Gefängnis. Später wurde sie in das KZ Ravensbrück deportiert und am 23. April 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet.

Am 11. Juli 1942 wurden Eugenie Benario und ihr Sohn Otto mit dem Transport II/14 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transport­nummern waren 663 und 664. Sie wurde am 18. Januar 1943 vom NS-Regime in Theresienstadt ermordet.

Ihr Sohn Otto wurde im September 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die kleine Enkeltochter Anita konnte die Shoah überleben und wurde eine bekannte Historikerin.


DR. LEO BENARIO
Haydnstraße 12
Leo Benario

OLGA BENARIO
Haydnstraße 12
Olga Benario

OTTO MAX WILHELM
BENARIO
Haydnstraße 12
Otto Max Wilhelm Benario wurde am 27. Januar 1901 in München geboren. Seine Eltern waren der Rechtsanwalt und Schriftsteller Leo Benario (1869–1933) und Eugenie geb. Gutmann (siehe oben). Er hatte einen Bruder, Oskar (geboren am 20. August 1905), und eine Schwester Olga (1908–1942). Er war Bankangestellter und unverheiratet. Ab April 1915 lebte die Familie in der Jakob-Klar-Straße 1. Am 10. Juli 1942 wurden Otto Benario und seine Mutter mit dem Transport II/14 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 663 und 664. Seine Mutter wurde dort am 18. Januar 1943 vom NS-Regime ermordet. Otto Benario wurde am 29. September 1944 mit den Transport Ek ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 707 von 2.500. Er wurde dort vom NS-Regime ermordet.

Seine Schwester Olga Benario-Prestes wurde vom NS-Regime am 23. April 1942 in Bernburg ermordet.


FRANZISKA BLOCH
Herzog-Heinrich-Straße 5 Franziska Bloch geb. Adler

DR. OSKAR MAX
BLOCH
Herzog-Heinrich-Straße 5 Oskar Max Bloch
JOSEF EDLMANN
Lindwurmstraße 33 Josef Edlmann

GEORG FISCHLER
Baumstraße 4 Georg Fischler

ELLA GRÜNBAUM
Ickstattstraße 13
Ella Grünbaum geb. Stern

JOSEPH GRÜNBAUM
Ickstattstraße 13
Chaim Joseph Grünbaum

MIRIAM GRÜNBAUM
Ickstattstraße 13
Miriam Grünbaum

ALBERT GRÜNZEUG
Hans-Sachs-Straße 11 Albert Grünzeug

ERNESTINE
GRÜNZEUG
Hans-Sachs-Straße 11 Ernestine Grünzeug

EVA
GRÜNZEUG
Hans-Sachs-Straße 11 Eva Grünzeug

MAX GRÜNZEUG
Hans-Sachs-Straße 11 Max Grünzeug

ROSA GÜNTHER
Isartalstraße 34
Rosa Günther wurde am 22. Februar 1886 geboren. Sie war Zeugin Jehovas und verteilte Flugblätter gegen das NS-Regime. Am 1. Juli 1937 wurde sie aus diesem Grunde festgenommen und in der Folge vom Sondergericht München zu einer 6-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Im Anschluss daran wurde sie in das KZ Moringen verschleppt, am 21. Februar 1937 ins KZ Lichtenburg, in der Folge nach Ravensbrück schließlich ins Konzentrationslager Auschwitz. Dort wurde sie am 22. Oktober 1942 vom NS-Regime ermordet.

BELLA KÖRBER
Hans-Sachs-Straße 11 Bella Körber

HEDWIG KÖRBER
Hans-Sachs-Straße 11 Hedwig Körber

JAKOB KÖRBER
Hans-Sachs-Straße 11 Jakob Körber

ELSE LEVI
Waltherstraße 29 Else Levi

KARL LEVI
Waltherstraße 29 Karl Levi

LIESELOTTE HERMINE
LEVI
Waltherstraße 29 Lieselotte Hermine Levi

ELFRIEDE
MARGOT
MEEROWICZ
JG. 1930
DEPORTIERT 1941
KOWNO / KAUNAS FORT IX
ERMORDET
25.11.1941
Ickstattstraße 28 Elfriede Meerowicz

GEORG SCHNEER
MEEROWICZ
Ickstattstraße 28 Georg Schneer Meerowicz

GISELA
MEEROWICZ
Ickstattstraße 28 Gisela Meerowicz

REGINA REBEKKA
MEEROWICZ
Ickstattstraße 28 Regina Rebekka Meerowicz

NANETTE
NEUBURGER
Waltherstraße 29 Nanette Neuburger

HEINRICH PICARD
Herzog-Heinrich-Straße 5 Heinrich Picard
JOHANNA PICARD
Herzog-Heinrich-Straße 5 Johanna Picard

AMALIE ROSNER
Ickstattstraße 13
Amalie Rosner geb. Laufer

ERNA ROSNER
Ickstattstraße 13
Erna Rosner

GUSTA ROSNER
Ickstattstraße 13
Gusta Rosner

HENRIETTE ROSNER
Ickstattstraße 13
Henriette Rosner

JULIUS JEHUDA
ROSNER
Ickstattstraße 13
Julius Jehuda Rosner

ROSA LEONORA
ROSNER
Ickstattstraße 13
Rosa Leonora Rosner

SAMUEL ROSNER
Ickstattstraße 13
Samuel Rosner

NATHAN SCHÜTZ
Landwehrstraße 20 Nathan Schütz

ALBERT
SELIGMANN
Herzog-Heinrich-Straße 5 Albert Seligmann

FRANZISKA
SELIGMANN
25.11.1941
Herzog-Heinrich-Straße 5 Franziska Seligmann

HELENE SIMONS
Bayerstraße 25
Helene Simons wurde am 7. Oktober in Breslau geboren. Ihre Eltern waren der Fabrikbesitzer Max Deutschmann und Molly geb. Sachs (1848–1903). Sie wurde als Konzertsängerin ausgebildet. Im Alter von 20 heiratete sie Dr. Hugo Neumann, einen Augenarzt aus Breslau. Das Paar zog nach Berlin. Ihr Mann fiel im Ersten Weltkrieg. Im Jahr 1922 heiratete sie den Arzt Dr. Ernst Simons (1869–1934), der aus Neuss stammte. Beide Ehen blieben kinderlos. Nach der Pensionierung ihres Mannes zog das Paar nach Bad Reichenhall in Bayern, besaßen eine Villa und freundeten sich mit dem Pastor und dessen Frau an. Das Ehepaar Simons konvertierte zum Protestantismus. Nach der Machtübernahme durch die Nazis und nach dem Tod ihres Mannes verlor Helene Simons ihr Haus und musste am 3. Mai 1941 die Stadt verlassen. Am 5. Juni 1941 nahm sie Quartier in der Pension Royal in Münchens Bayerstraße. Am 12. November 1941 wurde sie in das Barackenlager in der Knorrstraße 148 verbracht und am 20. November 1941 Richtung Osten deportiert, zusammen mit tausend Juden aus München. Der Zug sollte ursprünglich nach Riga gelangen, ist aber nie dort angekommen. Helene Simons und die anderen Passagiere wurden unmittelbar nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.

Initiiert wurde dieser Stolperstein von Sibylle Schwarzbeck, deren Großeltern enge Freunde von Ernst und Helene Simons waren, und ihrem Mann. Sibylle Schwarzbeck hielt auch eine Rede bei der Verlegungszeremonie.


ABRAHAM ADOLF
STERN
Ickstattstraße 13
Abraham Adolf Stern

ARON ARMIN
STERN
Ickstattstraße 13
Aron Armin Stern

HENRIETTE LOTTE
STERN
Ickstattstraße 13
Henriette Lotte Stern

WILHELM STERN
Ickstattstraße 13
Wilhelm Stern

DORA DOBRISCH
ISRAKOWA
WAINSCHEL
Ickstattstraße 28 Dora Wainschel

SRUL ISRAEL
LEIBOWITZ
WAINSCHEL
Ickstattstraße 28 Srul Wainschel

OTTO KARL WEIS
Pestalozzistraße 36 Otto Karl Weis

MOSES WOLF
WEISSBART
Hans-Sachs-Straße 11 Moses Wolf Weissbart

Neuhausen-Nymphenburg

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

EMMA CHARON
Leonrodstraße 32 Emma Charon

Maxvorstadt

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

DOROTHEA
AMBRUNN
Türkenstraße 26 Dorothea Ambrunn

JOSEPH
AMBRUNN
Türkenstraße 26 Joseph Ambrunn

OTTO BINDER
Augustenstraße 100 Otto Binder

LEOPOLD BISSINGER
Dachauer Straße 46 Leopold Bissinger

HEINRICH COHEN
Arcisstraße 16 Heinrich Cohen

MARKUS COHEN
Arcisstraße 16 Markus Cohen

ROSA COHEN
Arcisstraße 16 Rosa Cohen

DR. ERNST
DARMSTAEDTER
Arcisstraße 16 Ernst Darmstaedter

LAURA DOBRINER
Arcisstraße 16 Laura Dobriner

HENRIETTE DREY
Arcisstraße 16 Henriette Drey

RUTH GOLDMAN
Türkenstraße 26 Ruth Goldman

JOSEF HALMOS
Theresienstraße 71 Josef Halmos

STEFANIE PAULINE
HELD
Dachauer Straße 46 Stefanie Pauline Held

ADOLF KAUFMANN
Arcisstraße 16 Adolf Kaufmann

JAKOB KLOPFER
Elisenstraße 3 Jakob Klopfer

MARIA KLOPFER
Elisenstraße 3 Maria Klopfer

DR. ELISABETH KOHN
Loristraße 7 Elisabeth Kohn

HEINRICH KOHN
Loristraße 7 Heinrich Kohn

MARIE LUISE KOHN
Loristraße 7 Marie Luise Kohn

OLGA KOHN
Loristraße 7 Olga Kohn

PAULINE
NEUBURGER
Dachauer Straße 46 Pauline Neuburger

EMIL OESTREICHER
Türkenstraße 26 Emil Oestreicher

WILHELM OLSCHEWSKI
Augustenstraße 100 Wilhelm Olschewski

WILLY OLSCHEWSKI
Augustenstraße 100 Willy Olschewski

EVA EMMA
ROSENBERGER
Türkenstraße 26 Eva Emma Rosenberger

HEDWIG
ROSENBERGER
Türkenstraße 26 Hedwig Rosenberger

MAX SAX
Von-der-Tann-Str. 7
Max Sax wurde 1873 geboren. Er wurde 1909 auf der psychiatrischen Station der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar untergebracht. Er war „unheilbar krank“ und siebzig Jahre alt, als ihn die Ärzte bewusst verhungern ließen. Er starb am 30. Juli 1943. Bereits 1939 hatte der Direktor der Klinik, der Psychiater und Neurologe Hermann Pfannmüller, der Regierung von Oberbayern angeboten, „dass wir Ärzte hinsichtlich ärztlicher Betreuung lebensunwerten Lebens auch die letzte Konsequenz im Sinne der Ausmerze ziehen.“ Max Sax wurde Opfer des NS-Mordprojekts an behinderten Menschen.

DANIEL
SCHLESINGER
Neureutherstraße 10 Daniel Schlesinger

Schwabing-Freimann

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

ANNEMARIE BALDAUF
Seestraße 8 Annemarie Baldauf

GÜNTHER BALDAUF
Seestraße 8 Günther Baldauf

GUSTAV BALDAUF
Seestraße 8 Gustav Baldauf

MARGARETE BALDAUF
Seestraße 8 Margarete Baldauf

JOHANNA AMALIE BASCH
Leopoldstraße 52a Johanna Amalie Basch
LOTTE
BECHHÖFER
Leopoldstraße 52a Lotte Bechhöfer

ROSA BECHHÖFER
Leopoldstraße 52a Rosa Bechhöfer
SUSI
BECHHÖFER
Leopoldstraße 52a Susi Bechhöfer

FLORA BÖHM
Leopoldstraße 52a Flora Böhm

GRETE IRMA BREUNIG
Haimhauserstraße 6 Grete Irma Breunig

LUCY LASSALLY
Leopoldstraße 52a Lucy Lassally

ERNA LEHMANN
Leopoldstraße 52a Erna Lehmann

LEOPOLD LEHMANN
Leopoldstraße 52a Leopold Lehmann

LILLI LEHMANN
Leopoldstraße 52a Lilli Lehmann

ALFRED LÖFFLER
Seestraße 8 Alfred Löffler

ILSE JETTI LÖFFLER
Seestraße 8 Ilse Jetti Löffler

ERNST MERZBACHER
Leopoldstraße 52a Ernst Merzbacher

MAX MICHELS
Seestraße 8 Max Michels

ALICE MARGARETHE
SELZ
Leopoldstraße 52a Alice Margarethe Selz

THEKLA TAUSZKY
Seestraße 8 Thekla Tauszky

Schwabing-West

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

LINA AMBRUNN
Tengstraße 27 Lina Ambrunn

FRIEDA AMBRUNN
Tengstraße 27 Frieda Ambrunn

JULIUS AMBRUNN
Tengstraße 27 Julius Ambrunn

LEONHARD AMBRUNN
Tengstraße 27 Leonhard Ambrunn

DR. LEOPOLD
FLATOW
Tengstraße 27 Leopold Flatow

LUISE FREI
Tengstraße 27 Luise Frei

ARTHUR FREI
Tengstraße 27 Arthur Frei

LISELOTTE FREI
Tengstraße 27 Liselotte Frei

MOLLY MINNA
JOCHSBERGER
Tengstraße 27 Molly Minna Jochsberger

ERNST
JOCHSBERGER
Tengstraße 27 Ernst Jochsberger

MARGARETE
JOCHSBERGER
Tengstraße 27 Margarete Jochsberger

ELISABETH ROSA
JOCHSBERGER
Tengstraße 27 Elisabeth Rosa Jochsberger

MARTHA MAI
Tengstraße 27 Martha Mai

DR. ALFRED MAI
Tengstraße 27 Alfred Mai

HANS ERICH MAI
Tengstraße 27 Hans Erich Mai

FRIEDA LINDEMANN
Georgenstraße 118 Frieda Lindemann

HUGO LINDEMANN
Georgenstraße 118 Hugo Lindemann

EMMA LEVINGER
Römerstraße 28 Emma Levinger

ROSA REGINA
LEVINGER
Römerstraße 28 Rosa Regina Levinger

PAULA LEVY
Isabellastraße 17 Paula Levy

MAX OETTINGER
Isabellastraße 17 Max Oettinger

ELSE BRÜCK
Isabellastraße 17 Else Brück

EUGEN BRÜCK
Isabellastraße 17 Eugen Brück

HILDE BRÜCK
Isabellastraße 17 Hilde Brück

MAX BRÜCK
Isabellastraße 17 Max Brück

WERNER ALEXANDER
BRÜCK
Isabellastraße 17 Werner Alexander Brück

DR. ARTHUR WEISS
Bismarckstraße 30 Dr. Arthur Weiss

ELSA WEISS
Bismarckstraße 30 Elsa Weiss

HANS FERDINAND WOLFF
Karl-Theodor-Straße 33 Hans Ferdinand Wolff

LUISE KAROLINA WOLFF
Karl-Theodor-Straße 33 Luise Karolina Wolff

RICHARD OSKAR WOLFF
Karl-Theodor-Straße 33 Richard Oskar Wolff

BENNO BING
Keuslinstraße 4 Benno Bing

SIGMUND FLEISCHER
Keuslinstraße 4 Sigmund Fleischer

ERNA WILHELMINE
MITTEREDER
Römerstraße 7 Erna Wilhelmine Mittereder wurde am 20. April 1925 in München geboren. Ihre Eltern waren der Rechtsanwalt Franz Mittereder und Rosa geb. Loewi (siehe unten). Die Familie lebte zuerst in der Kaiserstraße 33, später in der Römerstraße 7. Erna Wilhelmine Mittereder arbeitete als Hausmädchen. Im Juni 1940 musste sie mit ihrer Mutter in die Bauerstraße 22 übersiedeln. Am 20. November 1941 wurden die zwei Frauen nach Litauen deportiert, gemeinsam mit tausend Juden aus München. Der Zug sollte ursprünglich nach Riga geführt werden, kam dort allerdings nie an. Mutter, Tochter und alle anderen Deportierten wurden am 25. November 1941 unmittelbar nach ihrer Ankunft in Kaunas erschossen.

ROSA MITTEREDER
Römerstraße 7 Rosa Mittereder geb. Loewi wurde am 25. März 1891 in Adelsdorf geboren. Ihre Eltern waren Sigmund Loewi und Agathe geb. Heumann. Am 16. JulI 1923 heiratete sie den Rechtsanwalt Franz Mittereder (1885–1926). Das Paar hatte eine Tochter, Erna Wilhelmine (siehe oben). Die Familie lebte zuerst in der Kaiserstraße 33, später in der Römerstraße 7. Am 20. November 1941 wurden Rosa Mittereder und ihre Tochter nach Litauen deportiert, gemeinsam mit tausend Juden aus München. Der Zug sollte ursprünglich nach Riga geführt werden, kam dort allerdings nie an. Mutter, Tochter und alle anderen Deportierten wurden am 25. November 1941 unmittelbar nach ihrer Ankunft in Kaunas erschossen.

HEINRICH OESTREICHER
Viktor-Scheffel-Straße 19
Heinrich Oestreicher wurde am 12. Mai 1868 in München geboren. Seine Eltern waren Amson Oestreicher und Johanna geb. Levinger. Er war Großhändler für Pelze und Wolle. Am 20. Februar 1896 heiratete er Anna geb. Wirth (1869–1935). Das Paar hatte zwei Kinder, Maximilian (geb. am 15. Mai 1898) und Erna (geb. am 19. September 1899). Er lebte in der Viktor-Scheffel-Straße 19. In diesem Gebäude gab es drei jüdische Familien. Zwei Familien konnten in die USA auswandern. 1939 musste er seine Wohnung verlassen und danach viermal in verschiedene Sammelwohnungen umziehen. Von Februar bis Mai 1942 wurde er im Barackenlager in der Knorrstraße 148 interniert. Am 23. Juli 1942 wurde Heinrich Oestreicher mit dem Transport II/18 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Er wurde am 15. März 1943 vom NS-Regime ermordet.

AMALIE SCHUSTER
Franz-Joseph-Straße 19
Amalie Schuster, geb. Reichenberger wurde am 31. März 1884 in München geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Benzion Reichenberger und Rosa geb. Reichenberg. Sie heiratete Joseph Schuster, ebenfalls Kaufmann (siehe unten). Die Hochzeit fand am 2. März 1911 in München statt. Das Paar lebte in der Widenmayerstraße 46/III, später in der Franz-Joseph-Straße 1. Ab 1938, als ihr Mann nicht mehr arbeiten durfte, war das Paar von Unterstützung durch Verwandte in Deutschland und aus dem Ausland abhängig. Am 18. Juli 1942 wurden Amalie Schuster und ihr Ehemann mit dem Transport II/17 von München ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportsnummern waren 840 und 841. Mann und Frau starben in Theresienstadt, Joseph Schuster am 23. Januar 1943, Amalie Schuster am 2. Mai 1944.

JOSEPH SCHUSTER
Franz-Joseph-Straße 19
Joseph Schuster, wurde am 5. Juli 1873 in Köln geboren. Seine Eltern waren Bernhard und Emilie Schuster. Er besuchte ein Gymnasium seiner Heimatstadt. Danach lebte er ein Jahr lang in England, 18 Jahre in Frankreich und 4 Jahre in der Schweiz. Er wurde Kaufmann und heiratete Amalie geb. Reichenberger (siehe oben). Die Hochzeit fand am 2. März 1911 in München statt. Das Paar lebte in der Widenmayerstraße 46/III, später in der Franz-Joseph-Straße 1. Im Jahr 1926 wurde er ein Händler für Juttesäcke. 1938 musste er sein Gewerbe niederlegen. Danach waren er und seine Frau auf Unterstützung von Verwandten in Deutschland und aus dem Ausland angewiesen. Am 18. Juli 1942 wurden Joseph Schuster und seine Frau mit dem Transport II/17 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 840 und 841. Beide wurden in Theresienstadt ums Leben gebracht. Laut Sterbeurkunde verstarb Joseph Schuster am 23. Januar 1943 um 7 Uhr im Raum 117 des Gebäudes Q 306. Als offizielle Todesursache wurde „Angina pectoris (Herzbräune)“ angegeben.

JEANETTE WEISS
Viktor-Scheffel-Straße 16
Jeanette Weiss, geb. Bauer wurde am 27. März 1871 in Wien geboren. Ihre Eltern waren Heinrich Bauer und Magdalena geb. Hamburger. Sie war verheiratet mit Emanuel Weiß (1869–1925), einem Möbelhersteller. Das Paar hatte zehn Kinder, neun davon in München geboren.

Bereits zu ihren Lebzeiten wurden drei ihrer Söhne vom NS-Regime ermordet: Leopold am 20. Juni 1941 im KZ Dachau (siehe unten), Joseph am 25. November 1941 in Kaunas und Friedrich am 27. Mai 1942 in Berlin-Plötzensee. Ihre Tochter Julie Katharina Weiss (siehe unten) wurde am 19. Oktober 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre Tochter Rosa Vetter, die seit 1933 in Traunstein lebte, konnte die Shoah überleben.


JULIA KATHARINA
WEISS
Viktor-Scheffel-Straße 16
Julie Katharina Weiss wurde am 30. Mai 1901 in München geboren. Ihre Eltern waren Emanuel Weiss und Jeanette geb. Bauer (siehe oben). Sie hatte neun Geschwister. Sie litt an einer schweren Wirbelsäulenverkrümmung und war auf beiden Beinen gelähmt. Mehrmals war sie im Sanatorium Neufriedenheim in der Fürstenrieder Straße in stationärer Langzeitbehandlung, zuletzt von März 1936 bis Juni 1941. Ihre Mutter wurde am 5. Juni 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Am nächsten Tag wurde auch Julie Katharina Weiss mit dem Transport II/3 nach Theresienstadt deportiert. Ihre Mutter verstarb dort am 6. August 1942. Am 19. Oktober 1944 wurde Julie Katharina Weiss mit dem Transport Es in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Ihre Transportnummer war 334 von 1.500. Sie wurde dort vom NS-Regime ermordet.

Auch drei ihrer Brüder wurden vom NS-Regime ermordet, Leopold im KZ Dachau (siehe unten), Joseph in Kaunas und Friedrich in Berlin-Plötzensee.


LEOPOLD WEISS
Viktor-Scheffel-Straße 16
Leopold Weiss wurde am 27. Februar 1899 in München geboren. Seine Eltern waren Emanuel Weiss und Jeanette geb. Bauer (siehe oben). Er hatte neun Geschwister. Er wurde Kaufmann. Am 31. Mai 1928 heiratete er Margarete geb. Doppers (geboren am 29. Dezember 1899 in Duisburg). Die Hochzeit fand in Frankfurt (Oder) statt, wo auch das erste Kind des Paares geboren wurde. Insgesamt hatten Leopold und Margarete Weiss drei Kinder, Renate (geb. am 7. Mai 1928), Herbert (geb. am 15. August 1929) und Ellen (geb. am 15. August 1934), die beide in München geboren wurden. Das Paar wurde später geschieden. Leopold Weiss wurde verhaftet und am 30. Oktober 1939 in das KZ Sachsenhausen deportiert. Er wurde am 20. Juni 1941 vom NS-Regime im KZ Dachau ermordet.

Seine Mutter verlor ihr Leben im Konzentrationslager Theresienstadt. Mindestens drei seiner Geschwister wurden ebenfalls vom Nazi-Regime ermordet, Joseph in Kaunas, Friedrich in Berlin-Plötzensee und Julie Katharina (siehe oben) in Auschwitz.


JUDITH ZIEGLER
Viktor-Scheffel-Straße 14
Judith Ziegler, geb. Grünberg wurde am 25. Dezember 1864 in Kuldīga, Lettland geboren. Ihre Eltern waren Heimann Grünberg und Jessie geb. Brode. Am 5. August 1885 heiratete sie Hermann Ziegler (1859–1934), einen Generaldirektor. Die Hochzeit fand in Breslau statt. Das Paar zog 1931 nach München. Die Witwe wurde am 20. April 1943 mit dem Transport XX in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Sie verstarb dort am 11. Mai 1943.

Sendling

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben

DOROTHEA ABELES
Lindenschmitstraße 49 Dorothea Abeles

EUGEN ABELES
Lindenschmitstraße 49 Eugen Abeles

FRIEDRICH
FRITZ ABELES
Lindenschmitstraße 49 Friedrich Abeles

HEINZ ABELES
Lindenschmitstraße 49 Heinz Abeles

JOSEF ABELES
Lindenschmitstraße 49 Josef Abeles

MARGARETE ABELES
Lindenschmitstraße 49 Margarete Abeles

MAX ABELES
Lindenschmitstraße 49 Max Abeles

OSKAR ABELES
Lindenschmitstraße 49 Oskar Abeles

OSKAR ABELES
Lindenschmitstraße 49 Oskar Abeles

OTTO ABELES
Lindenschmitstraße 49 Otto Abeles

WALTER ABELES
Lindenschmitstraße 49 Walter Abeles

RAPHAEL RUDOLPH
ADLER
Oberländerstraße 24 Raphael Rudolph Adler

BETTY BERGER
Kyreinstraße 3
Betty Berger, geb. Sufrin bzw. Sufryn wurde am 4. Dezember 1893 in Tyczyn, Galizien, geboren. Ihr Vorname wird auch mit Brenda bzw. Babette angegeben. Ihre Eltern waren Leib Wolf Sufryn, ein Kaufmann, und Gisela, auch Golde, geb. Teitelbaum. 1926 heiratete sie in München den Kaufmann Simon Berger (siehe unten) und wurde Kauffrau. Das Paar hatte zwei Töchter, Esther und Hanna, geboren 1929 und 1930 in München (siehe unten). Ab Mai 1940 war die Familie stets auf Quartiersuche und war zeitweilig im Übernachtungsheim der Israelitischen Kultusgemeinde untergebracht. Am 20. November 1941 wurden Betty Berger, der Ehemann und die beiden Töchter gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die vierköpfige Familie Berger.

ESTHER BERGER
Kyreinstraße 3
Esther Berger, geboren am 11. Juni 1929 in München, war die ältere Tochter von Simon Berger (siehe unten) und Betty geb. Sufrin (siehe oben). Sie hatte eine jüngere Schwester, Hanna (siehe unten). Am 20. November 1941 wurden die beiden Schwestern und ihre Eltern gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die vierköpfige Familie Berger.

HANNA BERGER
Kyreinstraße 3
Hanna Berger wurde am 17. Dezember 1930 in München geboren. Ihre Eltern waren die Kaufleute Simon Berger (siehe unten) und Betty geb. Sufrin (siehe oben). Sie hatte eine ältere Schwester, Esther (siehe oben). Am 20. November 1941 wurden die beiden Schwestern und ihre Eltern gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die 10-jährige Schülerin.

SIMON BERGER
Kyreinstraße 3
Simon Berger wurde am 4. Dezember 1893 in Sokolow, Galizien, geboren. Seine Eltern waren Pinkus Berger, ein Kaufmann, und Sima geb. Kaufmann. 1926 ehelichte er in München die Kauffrau Betty geb. Sufrin (siehe oben). Das Paar hatte zwei Töchter, Esther und Hanna, geboren 1929 und 1930 in München (siehe oben). Im Mai 1940 musste die Familie aus der Familienwohnung in der Theklastraße 3/III ausziehen und vorübergehend im Übernachtungsheim der Israelitischen Kultusgemeinde nächtigen. Von Juli 1940 bis 1. November 1941 fanden sie Quartier in einer Sammelwohnung in der Kreisstraße 3. Die letzten Wochen vor der Deportation verbrachten sie wieder im Übergangsheim. Am 20. November 1941 wurden Simon Berger, die Ehefrau und die beiden Töchter gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die vierköpfige Familie Berger.

ARNOLD FEITH
Oberländerstraße 24 Arnold Feith

JULIE FEITH
Oberländerstraße 24 Julie Feith

JULIA FRÜH
Kyreinstraße 3
Julia Früh, geb. Bär wurde am 6. Januar 1874 in Heilbronn geboren. Ihre Eltern waren Hellmann Bär, ein Kaufmann, und Sophie geb. Mendle. Sie hatte zumindest eine jüngere Schwester, Natalie Mayer (siehe unten). Sie heiratete den Ziegeleibesitzer Max Früh (geboren am 8. Februar 1861 in Langenzenn). Das Paar hatte drei Kinder, Michael, Emil und Meta. Nachgewiesen sind Münchner Wohnsitze ab Oktober 1898, zuerst in der Lindwurmstraße, dann 28 Jahre lang am St.-Anna-Platz 2/I und ab April 1927 in der Kyreinstraße 3/II re. Ab 5. Januar 1942 wurde sie im Internierungslager Clemens-August-Straße 9/I angehalten. Am 16. Juli 1942 wurden Julia Früh, ihre Schwester und deren Ehemann mit dem Transport II/16 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 789 bis 791. Am 19. September 1942 wurden sie mit Transport Bo in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ihre Transportnummern waren 1298 bis 1300 von 2003. Dort wurden Julia Früh, Schwester und Schwager ermordet.

EMANUEL GUTMANN
Lindwurmstraße 205
Emanuel Gutmann wurde am 29. Dezember 1873 in Gemmingen geboren. Seine Eltern waren Adolf Gutmann, ein Handelsmann, und Babette geb. Sontheimer. Anfang 1893 zog er nach München. Er heiratete Sophie geb. Marx (siehe unten). Um 1910 kaufte das Paar das Haus Lindwurmstraße 205, 1912 errichteten sie dort das Kaufhaus Gutmann, welches sie gemeinsam führten.
Lindwurmstraße 205

Im Rahmen der sogenannten „Arisierungen“ wurde Emanuel Gutmann unter Zwang eine Verzichtserklärung auf Haus und Betrieb abverlangt. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 wurde er in das KZ Dachau verschleppt und kam schwerkrank zurück. Im September 1941 musste das Ehepaar seine Wohnung in der Elisabethstraße 30/I verlassen und in das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Kaulbachstraße 65 übersiedeln. Am 16. März 1942 wurden sie im Barackenlager in der Knorrstraße 148 interniert. Am 23. Juni 1942 wurde sie mit dem Transport II/8 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Emanuel Gutmann wurde am 24. Oktober 1943 ebendort vom NS-Regime ermordet.

Seine Frau verstarb ein Jahr später ebenfalls in Theresienstadt.


SOFIE GUTMANN
Lindwurmstraße 205
Sophie Gutmann, geb. Marx wurde am 16. Mai 1878 in Heilbronn geboren. Ihre Eltern waren Elias Marx, ein Metzger, und Fanny geb. Ottenheimer. Sie hatte zumindest fünf Geschwister, darunter Louis Marx (1873–1943), Therese Klugmann (1874–1966), Benno Marx (1883–1968) und Carolene/Karoline Mayer. Anfang 1901 zog sie nach München. Sie heiratete Emanuel|Gutmann (siehe oben). Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie ab 1912 das Kaufhaus Gutmann in der Lindwurmstraße 205. Haus und Betrieb wurden „arisiert“, der Mann kam ins KZ Dachau und wurde schwerkrank entlassen. Im September 1941 musste das Ehepaar seine Wohnung in der Elisabethstraße 30/I verlassen und in das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Kaulbachstraße 65 übersiedeln. Am 16. März 1942 wurden sie im Barackenlager in der Knorrstraße 148 interniert. Am 23. Juni 1942 wurde sie mit dem Transport II/8 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Emanuel Gutmann wurde am 24. Oktober 1943 ebendort vom NS-Regime ermordet, Sophie Gutmann am 11. Oktober 1944.

Zumindest zwei ihrer Geschwister, Louis und Caroline, wurden ebenfalls im Rahmen der Shoah ermordet.


JULIE HAENLEIN
Ramungstraße 3 Julie Haenlein

EUGENIE ISAAC
Kyreinstraße 3
Eugenie Isaac, geb. Lay wurde am 7. August 1867 in Pforzheim geboren Ihre Eltern waren Adolf Lay und Louise geb. Bodenheim. Sie war mit Jakob Isaac verheiratet, einem Kaufmann. Das Paar lebte in Köln und hatte zwei Kinder, Gertrud (geb. am 19. März 1896) und Adolf (geb. am 27. November 1897). Ihr Mann starb bereits am 21. März 1901 in Köln. 1909 zog die Witwe nach München. Im Mai 1942 wurde sie gezwungen, in das Barackenlager in der Knorrstraße 148 zu übersiedeln. Einige Wochen später, am 24. Juni 1942, wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort starb sie am 29. Januar 1943.

Das Schicksal ihrer Kinder ist nicht bekannt.


PAUL KLEIN
Ramungstraße 3 Paul Klein

FRANZ KOHN
Ramungstraße 3 Franz Kohn

WILHELM MAMMA
Kyreinstraße 3
Wilhelm Mamma wurde am 27. Februar 1902 in Bozen (Südtirol) geboren. Seine Eltern waren Bernhard Mamma, ein Kaufmann in München, und Anna geb. Schwarz (1878–1938). Er hatte zwei Schwestern und einen Bruder. 1927 zog er nach München, 1931 heiratete er Jetty geb. Spieler (geboren am 31. Juli 1906 in München). Die Ehe wurde später geschieden. Am 20. November 1941 wurde er gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Wilhelm Mamma und alle anderen Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.

Seine ältere Schwester Frieda Hajek wurde nach Ujazdów deportiert und ebenfalls von den Nazis ermordet. Sein Bruder konnte in Bratislava überleben, seine jüngere Schwester in München.


ARTHUR MAYER
Oberländerstraße 24 Arthur Mayer

DAVID MAYER
Kyreinstraße 3
David Mayer wurde am 15. Mai 1873 in Kitzingen am Main geboren. Seine Eltern waren Moses Mayer, ein Kaufmann, und Ida geb. Mainzer. Am 2. März 1909 heiratete er in Heilbronn Natalie geb. Bär (siehe unten). Das Paar hatte einen Sohn, Alfred (geboren am 12. Dezember 1909 in Rosenheim). 1924 übersiedelte die Familie von Rosenheim nach München und wohnte durchgehend bis zur Deportation in der Kyreinstraße 3/II. Am 16. Juli 1942 wurden David und Natalie Mayer gemeinsam mir Natalies Schwester Julia Früh mit dem Transport II/16 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 789 bis 791. Am 19. September 1942 wurden sie mit Transport Bo in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ihre Transportnummern waren 1298 bis 1300 von 2003. Dort wurden beide ermordet, ebenso die Schwester seiner Frau.

MINA MAYER
Oberländerstraße 24 Mina Mayer

NATALIE MAYER
Kyreinstraße 3
Natalie Mayer geb. Bär wurde am 11. Dezember 1878 in Heilbronn geboren. Ihre Eltern waren Hellmann Bär, ein Kaufmann, und Sophie geb. Mendle. Sie hatte zumindest eine ältere Schwester, Julia Früh (siehe oben). Am 2. März 1909 heiratete sie in Heilbronn den Kaufmann David Mayer (siehe oben). Das Paar hatte einen Sohn, Alfred (geboren am 12. Dezember 1909 in Rosenheim). 1924 übersiedelte die Familie von Rosenheim nach München und wohnte durchgehend bis zur Deportation in der Kyreinstraße 3/II. Am 16. Juli 1942 wurden Natalie Mayer, ihr Ehemann und ihre Schwester mit dem Transport II/16 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 789 bis 791. Am 19. September 1942 wurden sie mit Transport Bo in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ihre Transportnummern waren 1298 bis 1300 von 2003. Dort wurden Ehepaar und Schwester ermordet.

IRMA REISS
Kyreinstraße 3
Irma Reiß wurde am 23. Juli 1892 in Busenberg geboren. Ihre Eltern waren Benedikt Kullmann, ein Kaufmann und Ida geb. Vollmer. Sie heiratete 1919 Richard Samuel Reiß (siehe unten) und wurde Hausfrau. Das Paar hatte drei Kinder, Oskar (geb. am 6. Mai 1921 in Bad Dürkheim), Helene (geboren am 25. Juli 1926 in München) und Wolfgang (geb. am 26. Dezember 1932 in München, siehe unten). Das Paar musste 1940 die Wohnung in der Mandlstraße 1a/I verlassen und lebte danach in der Kyreinstraße 3. Am 20. November 1941 wurden Irma Reiß, ihr Ehemann und ihr jüngerer Sohn gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Die Reiß-Familie und alle anderen Passagiere dieses Deportationszuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.

Der Bericht über ihren Tod wurde von ihrem Sohn Oskar im Jahr 1994 an Yad Vashem übermittelt. Er berichtete auch über die Morde an Vater und Bruder, an beiden Großelternpaaren und an seiner Tante Alice. Zu dieser Zeit lebte er in Denver, Colorado. Am 1. April 2017 trat Dr. Oscar Kully Reiss in einer Episode von Hometown Heroes auf und berichtete, dass auch seine Schwester Helene die Shoah in den USA überleben konnte, „indem ihr von Familienmitgliedern im Elsaß-Lothringen geholfen wurde, nachdem der Krieg in Europa ausgebrochen war.“ Er war damals 95 Jahre alt.


RICHARD REISS
Kyreinstraße 3
Richard Reiß wurde am 10. Juni 1890 in Rödersheim geboren. Seine Eltern waren Elias Reiß, ein Viehhändler, und Rosa geb. Vollmer. Er hatte zumindest eine Schwester, Alice (geb. 1894). Er wurde ebenfalls Viehhändler und war ab 1919 mit Irma geb. Kullmann verheiratet (siehe oben). Das Paar hatte drei Kinder, Oskar (geb. am 6. Mai 1921 in Bad Dürkheim), Helene (geboren am 25. Juli 1926 in München) und Wolfgang (siehe unten). 1940 musste die Familie die Wohnung in der Mandlstraße 1a/I räumen und in die Kreisstraße 3 übersiedeln. Am 20. November 1941 wurden Richard Reiß, seine Frau und deren Sohn Wolfgang nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Die Familie Reiß wurde sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.

Auch seine Eltern und seine Schwester wurden vom NS-Regime ermordet. Sein älterer Sohn und seine Tochter waren von den Eltern weggeschickt worden und konnten die Shoah in den USA überleben.


WOLFGANG REISS
Kyreinstraße 3
Wolfgang Reiß wurde am 26. Dezember 1932 in München geboren. Seine Eltern waren Richard Reiß und Irma geb. Kullmann (siehe oben). Er hatte zwei ältere Geschwister, Oskar und Helene. Er war ein Schuljunge. Die letzten Tage vor der Deportation verbrachte er in einem Pflegeheim für jüdische Kinder. Am 20. November 1941 wurden Wolfgang Reiß und seine Eltern nach Litauen deportiert. Alle drei wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen. Der Junge war noch nicht neun Jahre alt.

Alle seine Großeltern wurden vom NS-Regime ermordet, auch seine Tante Alice. Seine Geschwister konnten in der Emigration überleben.


JOHANNA
SCHAFRANEK
Brudermühlstraße 23 Johanna Schafranek

MARIA
SCHAFRANEK
Brudermühlstraße 23 Maria Schafranek

ISIDOR SPIEGL
Ramungstraße 3 Isidor Spiegl

HELENE STRAUSS
Ramungstraße 3 Helene Strauss

JULIE STRAUSS
Lindenschmitstraße 49 Julie Strauss

LEOPOLD
WEIMERSHEIMER
Oberländerstraße 24 Leopold Weimersheimer

Trudering-Riem

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben
HELENE WINKLER Spertentalstraße 7 Helene Winkler

Verlegedaten

Gunter Demnig verlegt in München, Juni 2017

Die Stolpersteine in München wurden von Gunter Demnig an folgenden Tagen persönlich verlegt:

  • 1. September 2007: Viktor-Scheffel-Straße 19 (1 Stolperstein)
  • 12. August 2008: Viktor-Scheffel-Straße 14 und 16 (4)
  • 17. Mai 2009: Haydnstraße 12 (2), Kyreinstraße 3 (11)
  • 20. November 2011: Kyreinstraße 3 (Eugenie Isaac)
  • 18. April 2013: Lindwurmstraße 205 (2), Widenmayerstraße 16/Hauseingang Liebigstraße (3)
  • 21. Dezember 2013: Entenbachstraße 45 (2)
  • 22. Mai 2014: Von-der-Tann-Straße 7 (1)
  • 3. Juli 2016: Widenmayerstraße 16/Hauseingang Liebigstraße (Ernst Basch)
  • 4. Juli 2016: Bayerstraße 25 (1), Franz-Joseph-Straße 19 (2)
  • 27. Juni 2017: Ickstattstraße 13 (13), Herzog-Heinrich-Straße 5 (6) und Römerstraße 7 (2)
  • 14. Oktober 2017: Augustenstraße 98 (3), Baumstraße 4 (1), Landwehrstraße 20 (1), Pestalozzistraße 36 (1)
  • 12. November 2018: Eisenstraße 3 (2), Franziskanerstraße 41 (1), Ickstattstraße 13 (1), Keuslinstraße 4 (2), Leopoldstraße 52a (3), Mariahilfstraße 7 und 9, Seestraße 8 (7), Türkenstraße 26 (1), Waltherstraße 29 (4), Zeppelinstraße 16

Siehe auch

  • Erinnerungszeichen für Opfer des NS-Regimes in München
  • Liste Münchner Gedenktafeln