Christian Simonis
Dirigent uit Oostenrijk

Christian Simonis

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Dirigent uit Oostenrijk
Gender:
Male
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1956
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Introduction

Christian Simonis (* 4. Juli 1956 in Wien) ist ein österreichischer Dirigent. 2000 wurde er zum Generalmusikdirektor ernannt. Seit 2015 ist er Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Bad Reichenhaller Philharmonie.

Leben

Christian Simonis wurde 1956 in Wien geboren. Er gehörte den Wiener Sängerknaben an. Mit zehn Jahren sang er die erste Haydn-Messe, mit 16 dirigierte er die erste Haydn-Sinfonie. Im Alter von 17 Jahren gründete er bereits 1973 das „Wiener Jeunesse Kammerorchester“, das er sieben Jahre leitete.

Im Laufe seiner Karriere war er Chefdirigent bei der Bad Reichenhaller Philharmonie (1985–1990), dem Göttinger Symphonie Orchester (1990–2005) und der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie (2005–2013). Als Gastdirigent arbeitete er mit zahlreichen namhaften Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem WDR-Rundfunkorchester und dem Bruckner Orchester Linz. Überdies unternahm er viele Tourneen ins Ausland (u. a. Italien, Schweiz, Polen, Litauen, Estland, Tschechien und Japan).

Im Jahre 2012 spielte er mit dem WDR-Rundfunkorchester die CD „Petersburger Schlittenfahrt“ mit Musik von Richard Eilenberg ein. Im Jahr darauf folgte die Einspielung einer Auswahl von Werken des ungarisch- österreichischen Komponisten Josef Gung’l. Ebenfalls entstand eine CD mit Musik von Benjamin Bilse. Eine weitere CD-Einspielung mit Werken von Carl Millöcker ist derzeit (Ende 2016) noch nicht veröffentlicht.

Ab der Spielzeit 2013/14 arbeitete er zunächst als freier Dirigent, seit 1. Juli 2015 leitet er erneut als Chefdirigent die Bad Reichenhaller Philharmonie und setzt sich mit ihr auch für das Œuvre von Johann Strauss (Sohn) und dessen Dynastie, auch in heute unbekannten Fassungen (die z. T. mühsam rekonstruktiert werden müssen), ein.

Der Pianist Michael Schäfer charakterisierte seine Art zu musizieren so:

Stets war der sehr kultivierte Umgang des Dirigenten mit der Musik wahrzunehmen. Er hat einen – schon mit der Wiener Muttermilch aufgesogenen – Sinn für die vielen charmanten kleinen Verzögerungen und Beschleunigungen des Grundtempos, die nicht alle in der Partitur stehen, aber der Musik geradezu Flügel verleihen.

Auszeichnungen

Einer seiner Lehrer, Hans Swarowsky, nannte ihn eine „wienerische Urbegabung“. Christian Simonis ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen

  • Mozart-Interpretationspreis des österreichischen Kunstministeriums (1979)
  • Goldene Ehrennadel der Stadt Bad Reichenhall (1990)
  • Auszeichnung des Deutschen Musikverleger-Verbandes für „Das beste Konzertprogramm 1995/96“
  • Kunstpreis des niedersächsischen Kunstministeriums (1996)
  • Ehrenmitglied des Deutschen Tonkünstlerverbandes (2008)
  • Musikpreis des Landes Sachsen-Anhalt (2013)

Simonis ist Ehrenschirmherr (früher: „Ehrenprotektor“) der „Deutschen Johann Strauss Gesellschaft“ (seit 2004, seit 2015 offizielles Vorstandsmitglied) und war 1974–1988 Präsident der Joseph-Haydn-Gesellschaft Wien (1974–1988). 2004 war er Gründungspräsident der Joseph-Lanner-Gesellschaft Wien.

Seine CD-Weltersteinspielung des Oratoriums „L’Apocalypse“ von Jean Françaix (franz. Komponist und Pianist, 1912–1997, komponiert 1939) mit dem Göttinger Symphonie Orchester bekam von „Opera International“ die Auszeichnung „Le Timbre de Platine“. Seine Benjamin-Bilse-CD mit dem WDR-Rundfunkorchester erhielt 2008 von „Klassik heute“ die höchste Punktzahl für künstlerische Qualität, Klangqualität und Gesamteindruck.