

Introduction
Brigitte M. Jockusch, geb. Schenk (* 27. September 1939 in Berlin) ist emeritierte Professorin für Zoologie.
Leben
Jockusch studierte Biologie, Chemie und Geographie an der LMU München und der Universität Tübingen. Sie schloss dieses Studium 1964 mit dem Staatsexamen des Bayerischen Kultusministeriums ab und wurde 1967 in Zoologie, Biochemie und Genetik an der LMU promoviert. Nach einjährigem Aufenthalt am Max-Planck-Institut für Meeresbiologie (MPI) in Tübingen arbeitete sie für zwei Jahre am McArdle Laboratory for Cancer Research an der Universität von Wisconsin in Madison, Wisconsin. Anschließend kehrte sie nach Tübingen zurück, wo sie eine Arbeitsgruppenleiterstelle am MPI für Biologie antrat und 1972 von der Universität Tübingen habilitiert wurde. 1974 wechselte sie an das Biozentrum der Universität Basel, Schweiz, und von dort 1978 an das European Molecular Biology Laboratory (EMBL) nach Heidelberg.1982 zog sie an die Universität Bielefeld, wo sie eine C3-Professur für Zellbiologie bekleidete. 1993 wurde sie als C4-Professorin und Leiterin des Zoologischen Instituts an die Technische Universität Braunschweig berufen. Bis 2004 leitete sie das zoologische Institut der TU Braunschweig und das Internationale Graduiertenkolleg des Landes Niedersachsen.
Jockusch war von 1991 bis 1999 Mitglied im „Minerva Committee für Deutsch-Israelische Zusammenarbeit“ der Max-Planck-Gesellschaft sowie von 2002 bis 2012 im Kuratorium der Volkswagenstiftung. Von 1996 bis 2004 gehörte sie außerdem dem Wissenschaftsrat an. Zu ihren Forschungsinteressen gehören auch die Entstehung und Diagnostik von Brustkrebs. Im November 2005 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens für ihre Forschung auf dem Gebiet der Zellbiologie.
Sie ist Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO), der Deutschen Nationalakademie Leopoldina und seit 2011 gehört sie dem von der DFG eingesetzten „Ombudsman für die Wissenschaft“ an.