

Introduction
Birgit Birnbacher (* 16. Juli 1985 in Schwarzach im Pongau) ist eine österreichische Schriftstellerin.
Leben
Birnbacher brach früh die Schule ab, machte zunächst eine Lehre, ging dann für eine Weile in die Entwicklungshilfe nach Äthiopien und Indien. Später machte sie ihre Matura nach und studierte Soziologie und Sozialwissenschaften. Sie arbeitete bis 2018 als Sozialarbeiterin und Soziologin in der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit. Zeitgleich begann sie, literarisch zu schreiben und seit 2012 auch zu veröffentlichen.
Ihre literarischen Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. erhielt sie den Rauriser Förderungspreis und den Autorenpreis des Irseer Pegasus. Ihr Roman-Debüt Wir ohne Wal, das 2016 erschien, wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet und für den Rauriser Literaturpreis sowie für den Alpha Literaturpreis nominiert und erlangte im Dezember 2016 einen Platz auf der ORF-Bestenliste.
Im Juni 2019 wurde sie auf Empfehlung von Stefan Gmünder zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen und gewann mit ihrem Prosatext Der Schrank. Die Jury lobte Birnbachers Erzählung als eine "Mikrostudie der Lebensverhältnisse". In der Laudatio wurde die Sprache von Birnbachers Text als "knisternd" und "aufrührend" gelobt.
Birgit Birnbacher lebt mit ihrem Sohn, geboren 2016, als freie Schriftstellerin in Salzburg.
Werke (Auswahl)
- Die Tant´. Anthologie zum Schreibwettbewerb Zürich. Museumsgesellschaft, Literaturhaus Zürich. Zürich, 2012.
- Mal lichterloh, mal wasserblau. Edition Tandem Verlag, Salzburg, 2013.
- Ein Badewasserrest. Rauriser Förderungspreis. In: SALZ, Zeitschrift für Literatur, 159. Salzburg, 2015.
- Zwei Jahre. In: konzepte. Zeitschrift für Literatur, 35. Neu Ulm, 2015.
- aber wir. In: Beziehung.Krisen.Herd. Anthologie zum Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb. Louisoder. München, 2016.
- Rote Riesen. In: Lichtungen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik, 144. Graz, 2015.
- Wir ohne Wal. Roman. Jung und Jung Verlag, Salzburg/ Wien. 2016.
- Über Peter Laubichler. In: Menschen aus Salzburg. Anthologie, Hg. Arno Kleibel, Jochen Jung. Otto Müller Verlag, Salzburg 2016
- Häuser von oben. In: manuskripte. Zeitschrift für Literatur, 212, Graz, 2016.
- Funktionsjacken. In: 100xÖsterreich. Neue Essays aus Literatur und Wissenschaft. Hg. Sommerer, Zeyringer, Uhl. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien, 2018.
- Der Schrank, gelesen beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2019.
Auszeichnungen
- 2015: Rauriser Förderungspreis
- 2015: Autorenpreis Irseer Pegasus
- 2015: Startstipendium Literatur des BKA
- 2016: Theodor Körner Förderpreis
- 2016: Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung
- 2017: Shortlist zum Rauriser Literaturpreis
- 2017: Finalistin zum Alpha Literaturpreis
- 2018: Jahresstipendium Land Salzburg
- 2018/19: Projektstipendium Literatur BKA
- 2019: Ingeborg-Bachmann-Preis
Literatur
- Andrea Heinz: Literatin mit sozialem Gespür. In: Der Standard. 1. Juli 2019, S. 20 (derstandard.at [abgerufen am 30. Juni 2019]).
- Oliver Pfohlmann: Zwischen Kummerkörper und Kleinstadthirnwichsen. Porträt der Generation WhatsApp: Über Birgit Birnbachers (Nicht-)Romandebüt „Wir ohne Wal“. In: literaturkritik.de. 1. März 2017 (literaturkritik.de [abgerufen am 30. Juni 2019]).