

Introduction
Anneliese Friedmann (* 30. Mai 1927 in Kirchseeon bei München als Anneliese Schuller) war Herausgeberin der Abendzeitung. Sie ist die Witwe des Zeitungsgründers Werner Friedmann (1909–1969), den sie 1951 heiratete. Beider Sohn Johannes Friedmann ist Mitherausgeber der Süddeutschen Zeitung und war seit 1986 Mitherausgeber der Abendzeitung. Inzwischen ist Anneliese Friedmann mit Eberhard Ebner, dem Verleger der Ulmer Südwest Presse, liiert.
Leben
Anneliese Friedmann wuchs in Freising auf. Schon als Schülerin schrieb sie in den Kriegsjahren für das Freisinger Tagblatt. Nach dem Notabitur studierte sie (ohne Abschluss) Kunstgeschichte und Theaterkritik an der Universität München. 1947 besuchte sie den Journalistenkurs von Otto Groth, wo Werner Friedmann Lokaljournalismus unterrichtete. Nach einjähriger Ausbildung wurde sie als einzige weibliche Volontärin von der Süddeutschen Zeitung übernommen (in ihrer eingereichten Bewerbungsarbeit hatte sie den Vornamen nur als Initial angegeben). Bis 1960 gehörte sie der Redaktion an, wo sie unter anderem das Modejournal leitete und unter dem Pseudonym „Sibylle“ eine Kolumne schrieb. Von 1960 bis 1970 hatte sie unter demselben Pseudonym eine Kolumne in der Illustrierten Stern von Henri Nannen, allerdings ganzseitig mit Bild, eigenverantwortlich und wesentlich höher bezahlt. Wiederholt verfasste sie hierbei auch kritische Beiträge, z.B. für das Recht auf Abtreibung und gegen Franz Josef Strauß.
Auszeichnungen
- Bayerischer Verdienstorden
- Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste
- 1994: Paul-Klinger-Preis der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft, für ihr soziales Engagement
- 1998: Publizistikpreis der Landeshauptstadt München
- 2013: Henri-Nannen-Preis „für ihr Lebenswerk“
Romane (Auswahl)
- Komm zurück, Martina. Köln Marken 1965 (Eva, 77)
- Nimm mir nicht mein Peterle. Frauenroman. Münster/Westf. Borgsmüller 1960
- Georgias Sieg. 1965 (Britta-Roman, 328)
- Ich kam als Waisenkind aufs Schloß. Köln Marken 1966 (Sabine, Sonderbd. 330).