

Introduction
Monika Roscher (* 30. Dezember 1984 in Langenzenn) ist eine deutsche Jazz- und Independent-Gitarristin, Komponistin, Sängerin und Bigband-Leiterin.
Leben und Wirken
Roscher wuchs in Langenzenn auf und studierte Jazzgitarre und Komposition an der Musikhochschule München. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit gründete sie 2012 die Monika Roscher Bigband. Die Band sorgte mit ihrer Mischung aus Bigband-Bläsersätzen, Elementen aus Rock, Pop und Electro, sowie filmisch anmutenden Klangdramaturgien landesweit für Aufmerksamkeit.
Das Debütalbum Failure in Wonderland erschien 2012 bei Enja. Im Anschluss an die Veröffentlichung tourte die Band und spielte auf dem Abschlusskonzert des Jazzfest Berlin 2013, auf dem Südtirol Jazzfestival, den Jazztagen Idar-Oberstein und dem Jazz & The City Festival in Salzburg. Die Band gastierte zweimal auf dem Fusion Festival in Mecklenburg-Vorpommern. 2016 veröffentlichte die Band ihr zweites Album Of Monsters and Birds und reiste mit dem Goethe-Institut nach Istanbul. 2017 spielte sie auf der Internationalen Jazzwoche Burghausen, den Internationalen Theaterhaus Jazztagen Stuttgart, dem JazzBaltica-Festival und in der Elbphilharmonie Hamburg. 2018 unternahm die Band eine Konzertreise nach Sankt Petersburg.
Roscher wirkte an Ulrich Rasches Produktion "Die Räuber" am Münchner Residenztheater mit, die zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen wurde. Im gleichen Jahr schrieb Roscher ein Chorwerk für das Theaterstück "Luther" der Hans Sachs-Spielgruppe Langenzenn und der Klosterhofspiele Langenzenn (Regie: Gabriele Küffner) anlässlich des 500. Reformationsjubiläums. Für die Theaterproduktionen "Woyzeck" (2017) am Stadttheater Basel und "Das große Heft" (2018) am Staatsschauspiel Dresden (beide unter der Regie von Ulrich Rasche) komponierte Roscher die mehrstündige Musik für Livebesetzung. Beide Produktionen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, "Das große Heft" mit dem Sächsischen Theaterpreis ausgezeichnet. Eine weitere Zusammenarbeit mit Ulrich Rasche war die Produktion "Elektra" (2019) am Münchner Residenztheater, für die Roscher ebenfalls die Musik komponierte. Am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück hielt sie 2017/18 eine Gastprofessur für Komposition.
Als Sängerin wirkte Roscher u. a. auf den von Gerd Baumann komponierten Soundtracks zu den Kinofilmen Beste Chance von Marcus H. Rosenmüller und Spieltrieb von Gregor Schnitzler, sowie auf dem zweiten Album der Münchner Band Moop Mama („Das rote Album“) mit. Im Verlag vierdreiunddreissig erschien 2015 eine Sammlung von Kompositionen Roschers für Hackbrett.
Diskografie
- 2012: Monika Roscher Bigband: Failure in Wonderland (Enja)
- 2016: Monika Roscher Bigband: Of Monsters and Birds (Enja)
Preise und Auszeichnungen
2014 wurde Roscher mit dem ECHO Jazz als „bester Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet und im Critics Poll des US-amerikanischen Down Beat Magazins als „Rising Star“ gelistet. Weiterhin erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis 2014 und das Musikstipendium der Landeshauptstadt München 2011 und 2014. Sie war Preisträgerin beim Bujazzo Kompositionswettbewerb 2013. 2019 erhielt Roscher einen Förderpreis des Wolfram-von-Eschenbach-Preises.