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Viktor Karl Ludwig von Grumbkow-Pascha

The basics
About
Date of birth Grudziądz, Kuyavian-Pomeranian Voivodeship, Poland
Date of death Jul 01, 1901 Banat
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The details
Biography

Viktor Karl Ludwig von Grumbkow, auch Grumbkow-Pascha, (* 3. Juli 1849 in Graudenz; † 1. Juli 1901 im Banat) war ein preußischer Generalmajor. Er gehörte zu den Offizieren, die im Auftrag der deutschen Regierung das Militärwesen im Osmanischen Reich reorganisierten.

Leben

Viktor Karl Ludwig entstammte dem alten pommerschen Adelsgeschlecht Grumbkow und war der Sohn des preußischen Hauptmanns Julius von Grumbkow. Nach seiner schulischen Ausbildung trat er 1867 als Secondeleutnant in das Feldartillerie-Regiment „von Scharnhorst“ (1. Hannoversches) Nr. 10 der Preußischen Armee ein.

Bereits drei Jahre später, im Krieg gegen Frankreich, kämpfte er mit der 3. Leichten Batterie seines Regiments am 16. August 1870 in der Schlacht bei Vionville. Dabei wurde Grumbkow durch einen Granatsplitter an der Nase und Stirn schwer verwundet. Für seinen Einsatz erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse. Nach dem Krieg besuchte er die Artillerie- und Ingenieurschule, auf der er sich umfassendes Wissen in artilleristischer Organisation, Technik und Taktik aneignete. 1872 zum Abteilungsadjutant in seinem Regiment ernannt. 1873 folgte seine Kommandierung zur Preußischen Kriegsakademie. Nach erfolgreichem Abschluss wurde Grumbkow in verschiedenen Generalstabsstellen eingesetzt und 1892 zum Major befördert.

Auf Grund seiner artilleristischen Fähigkeiten wurde Grumbkow noch im gleichen Jahr in die Türkei gesandt. Dort reorganisierte er die Artillerie der Osmanischen Armee und wurde bald zum Divisionsgeneral und Flügeladjutant des Sultans ernannt. Als Generalinspekteur der osmanischen Artillerie leitete Grumbkow Schießübungen, wobei er besonderen Wert auf schnelle Feuerbereitschaft, sicheres Schießen und raschen Stellungswechsel legte. Er erprobte aber auch neue Waffen und Munition und reformierte die Verwaltung. Am Türkisch-Griechischen Krieges nahm er aktiv teil und konnte am 21. April 1897 sogar Larisa besetzen. Schon sechs Tage später musste er aber aus politischen Gründen auf Wunsch der deutschen Regierung die Front verlassen.

Vom Sultan den Titel Pascha verliehen und zum preußischen Generalmajor befördert, verließ er am 29. Juni 1901 Konstantinopel. 2 Tage vor Vollendung des 52. Lebensjahres starb Grumbkow am 1. Juli 1901 während der Rückfahrt nach Deutschland zwischen Orșova und Herkulesbad. Er wurde auf dem Friedhof Columbiadamm in Berlin bestattet.

Literatur

  • Josef Remold: Generalmajor v. Grumbkow Pascha. In: Deutsches Soldatenjahrbuch 1974. Schild Verlag, München 1974.
  • Redaktion: Grumbkow, von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 213 (Digitalisat). – Familienartikel
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