

Introduction
Stefan Ottrubay (* 1954 in Zürich) ist ein Schweizer Manager, Vorstand der Esterházy-Stiftungen und Generaldirektor der Esterházy-Betriebe.
Leben
Ottrubay besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Luzern, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau und Zürich und promovierte 1976 zum Dr. jur. Nach erweiterten Studien an der Columbia-Universität in New York (LL.M.) schlug er ab 1987 seine Karriere im Bereich Banken und Versicherungen ein, die mit Stationen in der Schweiz, London, Prag und Budapest verbunden war.
1990 wurde er als Direktor in der CS Gruppe für den Aufbau einer Privatisierungs- und Unternehmensberatungstochter; ab 1992 wurde er an die Spitze der neu gegründeten Tochter der Bayerischen Hypobank in Ungarn berufen, deren Leitung er bis 1997 versah. Von 1998 bis Ende 1999 betreute er verantwortlich die Restrukturierung und den Verkauf einer mittelgroßen Versicherungsgesellschaft in Ungarn. Er verließ das Unternehmen offiziell auf eigenen Wunsch.
Im Dezember 2000 betraute ihn Melinda Esterházy, die Fürstin und Erbin des esterházyschen Besitzes, persönlich mit der Leitung der Esterházyschen Stiftungen und Betriebe in Eisenstadt, Burgenland. Seither ist er Generaldirektor der Esterházy-Betriebe. Diese fungieren als geschäftsführende Gesellschaft der drei Esterházy-Stiftungen, in denen das historische Esterházy-Vermögen der Gruppe eingebracht ist.
Unter der Führung von Stefan Ottrubay wurde ein zentrales Handlungsfeld der Esterházy-Stiftungen forciert: Der Erhalt und die kunsthistorische Aufwertung der Kulturdenkmäler und der historischen Bauten, allen voran der Schlossanlage Eisenstadt und der Burg Forchtenstein. Im Jahr 2011 fand auf Initiative von Stefan Ottrubay und der Kulturleiter zum ersten Mal die Produktion „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart in St. Margarethen im Burgenland statt.
Kritik
Während seiner Tätigkeit als Leiter der Esterházy-Stiftungen und Betriebe sah sich Ottrubay wiederholt Kritik ausgesetzt. Die Familie Esterházy distanzierte sich mehrfach von Ottrubay. Im kulturellen Bereich wurde ihm vorgeworfen, dass er alles in Burgenland, das kulturell erfolgreich ist, unter seine Kontrolle bringen wolle.Im jüngsten Prozess wurde das Land Burgenland aber verurteilt, unrechtmäßig vorenthaltene Kulturförderungen nachzuzahlen. Wiederholt wurde das Auslaufen von Pachtverträgen als Druckmittel verwendet. Erste Gutachten decken hohe Verluste in den letzten Jahren auf. Darüber hinaus gibt es weitere Kritik