

Introduction
Sandro Zanetti (* 1974) ist ein Schweizer Literaturwissenschaftler.
Leben
Zanetti studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Basel, Freiburg im Breisgau und Tübingen und war von 2008 bis 2011 Juniorprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft – mit dem Schwerpunkt Produktionsästhetik der Moderne und Postmoderne – an der Universität Hildesheim. Von 2010 bis 2014 leitete er das DFG-Netzwerk „Improvisation und Invention: Findkünste, Einfallstechniken, Ideenmaschinen“, das „in Einzelstudien das Wechselverhältnis von Improvisations- und Erfindungsprozessen in literarischen und künstlerischen Projekten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ untersuchte. Seit 2011 ist Zanetti Programmdirektor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) an der Universität Zürich, zuerst als Assistenzprofessor (2011–2015), seit 2015 als außerordentlicher Professor. Er ist außerdem Mitglied des Zentrums Geschichte des Wissens (ZGW) und des Zentrums Künste und Kulturtheorie (ZKK). Seit 2016 ist er Mitherausgeber des Online-Magazins Geschichte der Gegenwart. Zanettis Forschungsschwerpunkte sind Schreibprozessforschung, Lyrik vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Medien- und Literaturtheorie sowie Kunst und Literatur der Avantgarde.
Veröffentlichungen
- Avantgardismus der Greise? Spätwerke und ihre Poetik. Wilhelm Fink, München 2012, ISBN 978-3-7705-5163-7.
- „zeitoffen“. Zur Chronographie Paul Celans. (Zur Genealogie des Schreibens, Bd. 6). Wilhelm Fink, München 2006, ISBN 978-3-7705-4300-7.
- Words as Things / Wortdinge / Mots-choses (Zeitschrift figurationen 02/2013). Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2013, ISBN 978-3-412-22132-4
- Improvisation und Invention. Momente, Modelle, Medien. Berlin, Zürich: diaphanes 2014, ISBN 978-3-03734-743-0
- Schreiben als Kulturtechnik. Grundlagentexte. Suhrkamp, Berlin 2012 (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Nr. 2037), ISBN 978-3-518-29637-0
- Namen. Benennung – Verehrung – Wirkung. Positionen in der europäischen Moderne. Gemeinsam mit Tatjana Petzer, Sylvia Sasse, Franziska von Thun-Hohenstein. Kadmos, Berlin 2009, ISBN 3-8659-9077-0
- Schreiben heißt: sich selber lesen. Schreibszenen als Selbstlektüren. Gemeinsam mit Davide Giuriato, Martin Stingelin. (Zur Genealogie des Schreibens, Bd. 9). Fink, München 2008, ISBN 978-3-7705-4654-1
- Gestirn und Literatur im 20. Jahrhundert. Gemeinsam mit Maximilian Bergengruen, Davide Giuriato. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-16780-7
- ‚System ohne General.‘ Schreibszenen im digitalen Zeitalter. Gemeinsam mit Davide Giuriato, Martin Stingelin. (Zur Genealogie des Schreibens, Bd. 3). Fink, München 2006, ISBN 978-3-7705-4350-2
- ‚Schreibkugel ist ein Ding gleich mir: Von Eisen‘. Schreibszenen im Zeitalter der Typoskripte. Gemeinsam mit Davide Giuriato, Martin Stingelin. (Zur Genealogie des Schreibens, Bd. 2). Fink, München 2005, ISBN 3-7705-4112-X
- ‚Mir ekelt vor diesem tintenklecksenden Säkulum‘. Schreibszenen im Zeitalter der Manuskripte. Gemeinsam mit Martin Stingelin unter Mitarbeit von Davide Giuriato. (Zur Genealogie des Schreibens, Bd. 1). Fink, München 2004, ISBN 3-7705-3889-7