

Introduction
Ewald Oskar Aders (* 28. März 1831 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal); † 8. Oktober 1889 in Düsseldorf) war ein deutscher Jurist, Richter im preußischen Staatsdienst und Mäzen.
Leben
Aders war ein Sohn des Elberfelder Unternehmers Ewald Aders (1799–1832) und dessen Frau Sophia Aders geb. Tönnies (1803–1889) und Enkel des Johann Jakob Aders, Bürgermeister von Elberfeld. Seine Berufslaufbahn führte ihn bis zum Amt des Direktors des Landgerichts in Düsseldorf.
Sein Grab liegt auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof, sein Vermögen von zwei Millionen Mark vermachte er der Stadt Düsseldorf. Die eine Hälfte des Geldes wurde als Aders’sche Wohnungsstiftung für den Bau von Arbeiterwohnungen verwendet, die andere Hälfte des Vermögens wurde in eine Studienstiftung zur Förderung von begabten Kindern, der Aders-Tönnis-Stiftung, überführt.
Die „Adersstraße“ in Düsseldorf-Friedrichstadt und „Am Adershof“ in der Siedlung am Nordfriedhof in Derendorf sind nach ihm benannt. Im Rathaus Düsseldorf wurde in 1889 eine Büste Aders aufgestellt. Die Marmorbüste wurde von dem Bildhauer Karl Hubert Maria Müller (1844–1909), Sohn des Malers Andreas Müller, gefertigt.
Literatur
- Eckhard Hansen, Florian Tennstedt u. a. (Hrsg.): Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945. Band 1: Sozialpolitiker im Deutschen Kaiserreich 1871 bis 1918. Kassel University Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-86219-038-6, S. 2. (online als PDF; 2,2 MB)
- N. Ebner, E. Scheeben: Ewald Oskar Aders und die Aders’sche Wohnungsstiftung. Beiträge zur Geschichte des Wohnens in Düsseldorf von der wilhelminischen Zeit bis zur Weimarer Republik. In: Düsseldorf Jahrbuch, Band 62 (1990), S. 187–201.