Nicola Forster
Swiss politician

Nicola Forster

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Swiss politician
Gender:
Male
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29 March 1985
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Nicola Forster (2018)

Nicola Forster (* 29. März 1985) ist ein Schweizer Politiker. Er ist Gründer des Thinktanks foraus, Präsident der Stiftung Science et Cité, Ko-Präsident der GLP des Kantons Zürich und Unternehmer.

Biografie

Nicola Forster ist der älteste von drei Söhnen einer Primarlehrerin und des Schulpsychologen Jürg Forster. Seine Urgrossmutter Irma Schaichet kam als Konzertpianistin aus Ungarn, sein Urgrossvater Alexander Schaichet als Dirigent und Geiger aus Russland nach Zürich, wo er das Kammerorchester Zürich gründete. Nicola Forster studierte Jurisprudenz in Zürich, Lausanne und Montpellier.

Noch vor Studienabschluss leitete er die Jugendkampagne für die Osterweiterung der Personenfreizügigkeit mit der EU. Nach seinem Studienabschluss hatte Forster einen Praktikumsvertrag in einer Anwaltskanzlei für 8500 Franken monatlich in der Tasche, entschied sich aber, bei seinen Eltern Geld zu borgen, um 2009 den aussenpolitischen Thinktank foraus zu gründen. Heute hat foraus rund 1000 freiwillige Mitarbeiter, fünfzehn Festangestellte, einen globalen Umsatz von 1,2 Millionen Franken. Neben den zwei Sitzen in Zürich und Genf gibt es Spin-offs in sieben Staaten.2017 gehört er zu den Gründern des Staatslabors, das der öffentlichen Verwaltung neue Methoden und Techniken zur Verfügung stellt.

Forster berät Ministerien, Stiftungen und Thinktanks bei Bürgerbeteiligungsprojekten. Er ist Gründungskurator der Global Shapers Bern des World Economic Forum, seit 2018 Stiftungsratspräsident von Science et Cité und sitzt im Board des Global Diplomacy Lab sowie der Fondation Jean Monnet pour l’Europe. Sein Haupterwerb sind Vorträge – von TEDx bis zu Firmenanlässen – sowie Moderationen im In- und Ausland

Politik

Nachdem die SVP am 9. Februar 2014 ihre «Initiative gegen Masseneinwanderung» gegen bürgerliche und linke Parteien, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände gewann, gehörte Forster zu den Mitgründern der liberalen Bewegung Operation Libero. Am 20. November 2018 wurde Forster zusammen mit der Zürcher Gemeinderätin Corina Gredig von der Mitgliederversammlung einstimmig zum Ko-Präsidenten der Zürcher GLP-Kantonalpartei gewählt. Forster und Gredig führten die GLP im März 2019 zu einem Wahlsiegbei den Kantonsratswahlen und erklärten, im ersten Halbjahr 2019 sei die Mitgliederzahl um einen Viertel auf 1100 Personen angewachsen, die Zahl der Sympathisanten auf 2400.

Politisch sieht Forster die Gegensätze nicht mehr zwischen links und rechts, sondern zwischen konservativ und progressiv, zwischen Vertreterinnen einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Öffnung sowie Vertretern einer wertkonservativen Haltung, die sich gegen technologische und internationale Veränderungen stellt. Das zeigt sich etwa im Kampf der SP gegen das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU, für das Nicola Forster bei Gegnern und Verbündeten wirbt. 2019 kandidierte Nicola Forster mit Unterstützung der Operation Libero als Kandidat der GLP für den Nationalrat.

Auszeichnungen

  • 2019 Digital Shapers 2019 der Bilanz, Kategorie Politicians & Administrators
  • 2018 Fellow of the Royal Society of Arts
  • 2018 Swiss Leader der Schweizerischen Kaderorganisation SKO
  • 2016 Ashoka Fellow
  • 2013 Mercator Fellow
  • 2013 99 Foreign Policy Leaders under 33