Lothar Lahn
German diplomat

Lothar Lahn

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German diplomat
Gender:
Male
Work field:
Birth:
24 October 1921(Wrocław, Lower Silesian Voivodeship, Poland)
Death:
20 April 1994(Bonn, Cologne Government Region, North Rhine-Westphalia, Germany)
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Biography

Introduction

Lothar Lahn (* 24. Oktober 1921 in Breslau; † 20. April 1994 in Bonn) war ein deutscher Diplomat.

Leben

Die Regierung von Gamal Abdel Nasser brach ihre Beziehungen mit dem Kabinett Erhard I ab, nachdem dieses am 12. Mai 1965 bekanntgegeben hatte, diplomatische Beziehungen mit der Regierung Levi Eschkol aufzunehmen. Der Botschaftsrat I. Klasse, Lahn wurde Leiter des deutschen Stabes an der italienischen Botschaft in Kairo (Schutzmachtvertretung für deutsche Interessen). Der Leiter der Schutzmachtvertretung war Giovanni Vincenzo Soro, von 1965 bis 1966 italienischer Botschafter in Kairo.

1970, während der Verhandlungen von Egon Bahr mit Andrei Gromyko zum Moskauer Vertrag, war Lahn Stellvertreter des Ministerialdirektors Hans Hellmuth Ruete. Von 1971 bis Frühjahr 1973 war er Botschafter in Santiago de Chile wo Salvador Allende regierte. Mitte der 1970er Jahre leitete Ministerialdirektor Lahn die Abteilung 3 (Politische Abteilung) des Auswärtigen Amtes.

Im Juli 1976 hielt es Lothar Lahn, Direktor der Überseeabteilung des Auswärtigen Amtes, für dringend erforderlich, mit den Militärs Kontakt aufzunehmen, die sich in Buenos Aires und beim Putsch in Chile 1973 an die Macht geputscht hatten. Der General Jorge Videla übte seit kurzem in Argentinien das Amt des Präsidenten aus. Nach seiner Rückkehr gab er vor der Presse die Version der Putschisten zum Fall von Klaus Zieschank zum Besten.

Von 1977 bis 1982, während der Transition in Spanien war Lahn Botschafter in Madrid. Am 26. März 1981 hatte er eine Audienz bei Juan Carlos I. bei welcher sich dieser zum 23-F äußerte, was Lahn im Fernschreiben Nummer 524 nach Bonn übermittelte.

Seine Frau hatte eine Professur zur Archäologie an der Universität Bonn. 1986 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Lahn war seit 1950 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Winfridia (Breslau) Münster.

Im April 2016 hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier „wegen der Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile jahrelange gravierende Versäumnisse des Auswärtigen Amtes und des damaligen Botschaftspersonals eingeräumt. "Von den sechziger bis in die achtziger Jahre haben deutsche Diplomaten bestenfalls weggeschaut – jedenfalls eindeutig zu wenig für den Schutz ihrer Landsleute in dieser Kolonie getan"“.

Ehrungen

  • 1977: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland

Veröffentlichungen

  • Das Tätermotiv im Strafrecht. 1949
  • Ein Vergleich der britischen Exportkreditversicherung mit den deutschen Ausfuhrgarantien und -bürgschaften (Hermes). 1953
  • Chile unter Allende - persönliche Eindrücke und Erfahrungen aus meiner Botschaftszeit. In: Titus Heydenreich (Hrsg.): Chile Geschichte Wirtschaft Kultur der Gegenwart. Lateinamerika-Studien, Band 25, Vervuert 1990, S. 76.
  • Das Ende der regionalen Rüstungskontrollpolitik. In: Aus der Schule der Diplomatie.
  • „Chile vor zwanzig Jahren“. Das Scheitern des sozialistischen Experiments. der Vortrag wurde am 4. Dezember 1991 im Ibero-Club Bonn gehalten
  • Jedermann auf der Weltbühne. Fazit eines Botschafters.
  • Lothar Lahn: Walter Hallstein als Staatssekretär. In: Loth, Wallace und Wessels (Hrsg.)