

Karl Ramge
Introduction
Karl Ramge (* 1. Dezember 1920; † nach 1951) war ein deutscher Fußballspieler.
Karriere
Ramge gehörte von 1939 bis 1950 dem SV Waldhof Mannheim als Mittelfeldspieler an, für den er bis Saisonende 1944/45 in der Gauliga Baden, in einer von zunächst 16, später auf 23 Gauligen zur Zeit des Nationalsozialismus als einheitlich höchste Spielklasse im Deutschen Reich, Punktspiele bestritt.
Am Ende seiner Premierensaison, in der die Gauliga Baden in drei Gruppen aufgeteilt war, ging er mit seiner Mannschaft als Meister aus der Gruppe Nordbaden hervor, wie auch aus der sich anschließenden Endrunde um die Gaumeisterschaft Baden. Diese beiden Erfolge vermochte seine Mannschaft auch am Ende der Saison 1941/42 und 1943/44 zu wiederholen. 1945 gewann er mit seiner Mannschaft letztmals die Meisterschaft im Gau Baden.
Trotz der regionalen Erfolge kam er lediglich in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1939/40 zum Einsatz. Die Meisterschaft wurde in vier Gruppen zu je drei bzw. vier Mannschaften ausgetragen, aus der die jeweiligen Sieger die beiden Halbfinalspiele bestritten. Er bestritt zunächst alle sechs Spiele der Gruppe 4, schloss diese mit seiner Mannschaft als Sieger ab und zog mit ihr ins Halbfinale ein. In diesem unterlag der SV Waldhof Mannheim am 21. Juli 1940 in Stuttgart dem FC Schalke 04 mit 1:3. Er bestritt daraufhin auch die beiden Spiele um Platz 3. Da die erste Begegnung mit dem SK Rapid Wien am 21. Juli mit dem Ergebnis von 4:4 nach Verlängerung keinen Sieger hervorgebracht hatte, wurde diese Begegnung eine Woche später wiederholt und mit 2:5 verloren.
In dem seit 1935 neu geschaffenen Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften um den Tschammerpokal, kam er 1939 in acht Spielen zum Einsatz. Sein Debüt gab er am 20. August 1939 beim 1:0-Erstrunden-Sieg über den SK Admira Wien. Anschließend bestritt er weitere sieben Spiele einschließlich der zwei notwendig gewordenen Wiederholungsspiele des Halbfinales und des Finales. Das am 28. April 1940 im Berliner Olympiastadion ausgetragene Finale endete mit der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Sein letztes von drei Pokalspielen endete am 24. August 1941 mit der 0:1-Achtelfinal-Niederlage gegen den SK Admira Wien.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam er von 1945 bis 1950 in der Oberliga Süd, eine von zunächst drei, später auf fünf erweiterten höchsten deutschen Spielklassen, zum Einsatz. Mit dem zweiten Platz am Saisonende 1946/47 erzielte er mit dem SV Waldhof Mannheim das beste Ergebnis.
Seine aktive Fußballerkarriere ließ er mit der Saison 1950/51 beim Spielklassenneuling SV Schwetzingen in der seinerzeit drittklassigen 1. Amateurliga Nordbaden ausklingen.
Erfolge
- Gaumeister Baden 1940, 1942, 1944, 1945
- Gaumeister Nordbaden 1940, 1942, 1944
- Tschammerpokal-Finalist 1939