

Introduction
Hermann vom Endt (* 18. Juli 1861 in Düsseldorf; † 27. September 1939 ebenda) war ein deutscher Architekt.
Leben
Vom Endt studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach dem Studium arbeitete er zunächst in Berlin als Mitarbeiter im Atelier der renommierten Architekten Kayser & von Großheim. Später reiste er zur Fortbildung nach Westeuropa, Italien und Dänemark.
Vom Endt plante mehr als zwanzig Gebäude in der Düsseldorfer Innenstadt, überwiegend Geschäfts- und Verwaltungsbauten. Er hat auch Kirchen und Wohnhäuser gebaut. Außerdem war er als Juror bei Architekturwettbewerben tätig.
Vom Endt bevorzugte den historistischen Baustil und bediente sich einer neoklassizistischen und neobarocken Formensprache mit einem Hang zur Monumentalität. Damit gesellte er sich zu Architekten wie Richard Bauer, Josef Kleesattel, Carl Moritz, Johannes Radke, Traugott von Saltzwedel, Bruno Schmitz, Bernhard Sehring, Ernst Stahl und Karl Wach, deren Bauten das Erscheinungsbild der Düsseldorfer Innenstadt im Zeitalter des Wilhelminismus prägten.
Bauten in Düsseldorf (Auswahl)
- 1895: Landesbank
- um 1897: Schneidersches Geschäftshaus, Wallstraße 29a / Mittelstraße 11 (unter Denkmalschutz)
- 1898–1899: Apollo-Theater, Königsallee / Adersstraße (nach mehrfachen Umbauten 1966 abgebrochen)
- 1900–1901: Haus der Handelskammer, Graf-Adolf-Straße 47 (nach Kriegsschäden stark verändert)
- vor 1904: Wohnhaus Ahnfeldstraße 107 (nicht erhalten)
- vor 1904: Wohnhaus Schäferstraße 10 (mit Veränderungen erhalten)
- 1904–1905: Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK), Kasernenstraße 63 (unter Denkmalschutz)
- 1905–1907: Gebäude der Oberpostdirektion Düsseldorf
- 1906: Innenumbau des Opernhauses
- 1906: Bankgebäude für den A. Schaaffhausen’schen Bankverein, Breite Straße 29 / Bastionstraße (nicht erhalten)
- 1905–1909: Geschäftshaus des Düsseldorfer Generalanzeigers (genannt Girardethaus), Königsallee 27 / Trinkausstraße (verändert)
- 1909–1910: Haus des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute (heute Stahlinstitut VDEh), Breite Straße 27
- 1909–1911: Büro- und Geschäftshaus Hohenzollernhaus, Königsallee 14/16 / Schadowstraße
- 1909–1911: Landeshaus der rheinischen Provinzialverwaltung mit Villa des Landeshauptmanns (später Villa Horion, Sitz des nordrhein-westfälischen Landtagspräsidenten)
- 1910–1911: Wohnhaus für den Unternehmer Max Jagenberg, Wasserstraße 8 in Düsseldorf-Unterbilk (unter Denkmalschutz)
- 1911–1913: Umbauten im Ständehaus des Rheinischen Provinziallandtags
- 1913–1914: Wohn- und Geschäftshaus, Königsallee 46 (unter Denkmalschutz)
- 1914: Wohnhaus Duisburger Straße 44 (unter Denkmalschutz)
- 1926–1928: Wohnsiedlung Eulerhof in Flingern, Dorotheenstraße / Lindenstraße / Degerstraße (gemeinsam mit Walter vom Endt und Josef Kleesattel; unter Denkmalschutz)
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Apollotheater
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AOK-Gebäude
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Girardethaus
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Hohenzollernhaus
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„Villa Horion“
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Haus Wasserstraße 8
Literatur
- Endt, Hermann vom. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 10, E. A. Seemann, Leipzig 1914, S. 524.
- Ewald Grothe: Vom Katholikentag zum Fest der Generationen. Die Geschichte des Landeshauses und der Villa Horion 1909 bis 2009. Düsseldorf 2009. (online, pdf mit ca. 8,15 MB)
- Sonja Schürmann: Öffentliche Bauten, Geschäfts- und Verwaltungsbauten der ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf. In: Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege, Band 33 (1989), S. 53–76.
- Edmund Spohr, Hatto Küffner: Düsseldorf. Eine Stadt zwischen Tradition und Vision. Bauten der Landeshauptstadt. Boss Verlag, Kleve 2002.