Hermann Schnorbach
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Hermann Schnorbach

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22 January 1949(Boppard, Germany)
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Introduction

Hermann Schnorbach (* 22. Januar 1949 in Boppard) ist ein deutscher Pädagoge und Autor.

Leben

Hermann Schnorbach studierte Rechts-, Wirtschafts-, Sozial- und Erziehungswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1978 erwarb er das Diplom im Fach Erwachsenenbildung, 1989 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. in Frankfurt am Main.

Er arbeitete in der Folge als Grund-, Haupt- und Realschullehrer in Frankfurt am Main, an der Deutschen Auslandsschule in Addis Abeba/Äthiopien, an der Europäischen Schule in München, an der Odenwaldschule Oberhambach in Heppenheim, und an der Pestalozzischule inLampertheim. Er beteiligte sich an Forschungsarbeit in Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Zusammen mit Hildegard Feidel-Mertz publizierte er vor allem zum Thema „Pädagogisch-politische Emigration 1933–1945“ verschiedene pädagogische Schriften. Seit 1995 ist er in der schulischen Umweltbildungsarbeit tätig. Schwerpunkt ist dabei das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ (BLK 21, Transfer 21). Er arbeitet im BNE Bundesarbeitskreis Grundschule mit. Im Jahr 2008 gründete er gemeinsam mit Angelika Klammt eine Initiative zur Lehrerfortbildung im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Grundschule: das „Team BNE-Bergstraße“. Dessen Motto lautet: „Zukunft gestalten lernen, Kompetenzen entwickeln, Schule verändern“. Themen der Fortbildung sind u. a.: „Ohne Eis kein Eisbär – Klimawandel Wasser, Wiese und „Prima Klima-Frühstück“, „Die Weltreise einer Jeans“, „Schoko-Werkstatt“. Gemeinsam mit Angelika Klammt führt er auch die von ihnen 2012 gegründete „BNE Beratungsstelle Grundschule“ an der Eichendorffschule in Heppenheim.

Das Team BNE-Bergstraße wurde 2009 ausgezeichnet als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, 2011 als Projekt von „Weltweitwissen – Grenzen überschreiten“ und 2013 von Umwelt-, Kultus- und Sozialministerium in Hessen als „Zertifizierter Bildungsträger für Nachhaltige Entwicklung – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“.

Veröffentlichungen

  • Mit Hildegard Feidel-Mertz: Lehrer in der Emigration. Der Verband deutscher Lehreremigranten (1933–1939) im Traditionszusammenhang der demokratischen Lehrerbewegung. Beltz Verlag, Weinheim/Basel 1981, ISBN 3-407-54114-7.
  • Hrsg.: Lehrer und Schule unterm Hakenkreuz. Dokumente des Widerstands 1930 bis 1945. Athenäum Verlag, Königstein/Ts. 1988, ISBN 3-7610-8275-4
  • Lehrer im Internationalen Gewerkschaftsbund. Entstehung und Entwicklung des Internationalen Berufssekretariats der Lehrer von 1918 bis 1945. Juventa Verlag, Weinheim 1989, ISBN 3-7799-0692-9.
  • Hrsg. mit Monika Lehmann: Aufklärung als Lernprozess. Festschrift für Hildegard Feidel-Mertz. dipa-Verlag, Frankfurt 1992, ISBN 3-7638-0186-3.
  • Mit Hildegard Feidel-Mertz: Die pädagogisch-politische Emigration. In: Claus-Dieter Krohn u. a. (Hrsg.): Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933–1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, ISBN 3-89678-086-7, Sp. 584–597.
  • Für ein ‚Anderes Deutschland'. Die Pestalozzischule in Buenos Aires (1934–1958). dipa-Verlag, Frankfurt 1995, ISBN 3-7638-0353-X. Span. Ausgabe. 2. Auflage. Buenos Aires 2005.
  • Glückwünsche an die Pestalozzischule in Buenos Aires. Über unveröffentlichte Briefe von Thomas Mann, Albert Einstein, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger, Adrienne Thomas, Konrad Heiden, Emil Ludwig, Stefan Zweig und Sigmund Freud. In: EXIL. Frankfurt am Main 1999, Nr. 1, S. 49–66.
  • Mit Hildegard Feidel-Mertz: Der Blick fürs Ganze. In: Hessische Blätter für Volksbildung. Hrsg. v. Hessischen Volkshochschulverband. Frankfurt am Main, Heft 1/2001, S. 8–17. (über die Lehrerin, Widerstandskämpferin gegen die NS-Diktatur, Hessische Landtagsabgeordnete und Volksbildnerin Johanna Spangenberg aus Trechtingshausen am Rhein)
  • Jella Lepman oder: deutsche Vergesslichkeiten. 50 Jahre ‚Konferenz der Tiere’. In: Beiträge Jugendliteratur und Medien. Weinheim, Heft 4, 2001, S. 252–258.
  • Clement Moreaus Zeitungskarikaturen als Vorbild für Hitler-Figuren von Bertolt Brecht. In: Viktoria Hertling u. a. (Hrsg.): Hitler im Visier. Literarische Satiren als Waffe gegen den Nationalsozialismus. Arco Verlag, Wuppertal 2005, ISBN 3-9808410-6-5, S. 175–192.
  • Kinder flüchten vor Hitlers Weltkrieg – Tim, Tom und Mary. Eine Bilderfolge von Carl Meffert / Clement Moreau. Verlag Dietmar Fölbach, Koblenz 2011, ISBN 978-3-934795-47-1.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret: Solare Leselampe für Kinder in Indien. In: Norbert Neuser (Hrsg.): Entwicklung braucht Energie. SE4ALL – für ein neues, nachhaltiges Entwicklungsziel. Verlag Rotation im Vorwärts Buch Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-942972-18-5, S. 177–184. Mitarbeit bei Inge Hansen-Schaberg ( Hrsg.)Basiswissen Pädagogik.Band2. .Landerziehunsheime. Schneider Verlag Hohengehren Neuausgabe2012.
  • Mitarbeit bei: Hilde Jarecki: Spielgruppen – ein praxisbezogener Zugang. Hrsg. u. kommentiert von Hildegard Feidel-Mertz und Inge Hansen-Schaberg. Reihe Reformpädagogik im Exil, Neue Folge, Band 12. Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn 2014, ISBN 978-3-7815-1977-0.
  • "Kinder haben ein Recht auf nachhaltige Entwicklung" in Zeitschrift für Museum und Bildung 76–77 / 2014, In: Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche Forschung e.V. an der Universität Potsdam (Hrsg.): Bildet die Natur?, im LIT-Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-643-99816-3, S. 138–157.