Hermann Schaedtler
German architect

Hermann Schaedtler

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German architect
Gender:
Male
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Birth:
28 August 1857
Death:
28 March 1931(Hanover, Hanover region, Lower Saxony, Germany)
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Introduction Leben Auszeichnungen Bauten und Entwürfe (Auswahl) Schriften Literatur
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Biography

Introduction

Hermann Schaedtler (* 28. August 1857 in Benthe; † 28. März 1931 in Hannover) war ein deutscher Architekt, der vorwiegend Bauten im Stil der Neorenaissance entwarf.

Leben

Nach dem Studium von 1874 bis 1880 an der Polytechnischen Schule Hannover war Schaedtler zunächst als Mitarbeiter bei den hannoverschen Architekten Otto Goetze und Edwin Oppler tätig, ehe er sich in Hannover selbständig machte. Mehrere seiner Bauten in Hannover sind erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Schaedtlers Grab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde.

Schaedtler war Mitglied des Corps Saxonia Hannover.

Auszeichnungen

  • 1898: königlich preußischer Kronen-Orden IV. Klasse

    Bauten und Entwürfe (Auswahl)

    Das 1897 von Schaedtler und anderen errichtete „Haus der Striehlschen Waisenstiftung“ an der (damaligen) Goseriede 4, mit einer Skulptur von Roland Engelhard
    Lichtdruck nach einem Foto von Georg Alpers zum Text von Paul Graef in den Blättern für Architektur und Kunsthandwerk vom 1. Mai 1899
    • Nikolai-Stift in Hannover, Edenstraße (Altersheim, 1892/1893)
    • Wiederaufbau von Schloss Lütetsburg (1894–1896)
    • Wettbewerbsentwurf für den Neubau eines Rathauses in Linden (1896; prämiert mit einem 3. Preis in Höhe von 1000 Mark)
    • Neues Palais in Bückeburg (1896)
    • Gebäude der Johann-Jobst Wagener’schen Stiftung in Hannover, Theodor-Krüger-Straße (Altersheim, 1896/1897)
    • Waldwirtschaft Lister Turm in Hannover (1896–1898)
    • Wettbewerbsentwurf für das Geschäftshaus der Bremer Baumwollbörse in Bremen (1898; prämiert mit dem 2. Preis in Höhe von 2000 Mark)
    • Drachentöterhaus in Hannover, Georgstraße 10 (mit Karl Hantelmann, 1900–1901, ursprünglich Doppelhaus für den Möbelfabrikanten Louis Fuge, nur noch Eingangsfassade erhalten) – denkmalgeschützt
    • Schloss Loburg in Ostbevern (1900–1901)
    • Wettbewerbsentwurf (Motto „Stille Wasser“) für eine Feuerbestattungshalle in Bremen (1902; gemeinsam mit Karl Müller, Entwurf angekauft)
    • Schloss Krickenbeck in Nettetal (1903–1904)
    • Villa Seligmann für die Familie von Siegmund Seligmann in Hannover, Hohenzollernstraße 39 (1903–1906), heute Sitz des Europäischen Zentrums für jüdische Musik
    • Westfälisches Provinzialmuseum in Münster (1904–1907)
    • Schloss Eldingen (1904–1907)
    • Königsulanenkaserne in Hannover, Schackstraße / Dickensstraße (1904/1908, erhalten sind zwei Wohnhäuser im Neobarock)
    • Wettbewerbsentwurf für das Verwaltungsgebäude des Allgemeinen Knappschaftsvereins in Bochum (1906; prämiert mit einem von zwei 1. Preisen in Höhe von 1.500 Mark, nicht ausgeführt)
    • Wasserturm in Hannover, Vahrenwalder Straße 267 (1913, errichtet im Zusammenhang mit dem Wasserwerk Elze, 62 m hoch, einstmals 4.100 Kubikmeter Wasser fassend, nicht mehr in Betrieb) – denkmalgeschützt
    • Corpshaus des Corps Saxonia Hannover in Hannover, Wilhelm-Busch-Straße 16 (1911/1912) – denkmalgeschützt
    • Grabmal für die Familie Rheinhold in Hannover, Stadtfriedhof Stöcken (1915)
    • Verwaltungsgebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse Hannover in Hannover, Arnswaldtstraße 9 (zusammen mit A. Ziegenhorn, 1916, später Haus der Region, abgerissen)
    • Grabmal für die Bernhard Caspar (1844–1918) und seine Familie in Hannover, Stadtfriedhof Engesohde (1923)
    • Grabmal für Siegmund Seligmann in Hannover, Stadtfriedhof Engesohde (1925)
    • Kreisständehaus Hannover, Höltystraße (heute Altes Kreishaus, Region Hannover)

    Schriften

    • Baugeschichte des Palais-Neubaus Ihrer Hochfürstlichen Durchlaucht Hermine, Fürstin Mutter zu Schaumburg-Lippe, Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont in Bückeburg. Hannover 1896 Digitalisat

    Literatur

    • Gabriele Zeitler-Abresch: Das Neue Palais in Bückeburg im Werk des Architekten Hermann Schaedtler. Ein Beitrag zur Villenarchitektur des späten 19. Jahrhunderts. (= Veröffentlichung der Abteilung Architektur des Kunsthistorischen Instituts der Universität zu Köln, 34.) Köln 1987.
    • Günther Kokkelink und Monika Lemke-Kokkelink: Hannoversche Schule 1850–1900. Schlüter, Hannover 1998 (Biografie, Werke: S. 561).
    • Helmut Knocke in: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlüter, Hannover 2002, S. 309. (eingeschränkte Online-Version in der Google-Buchsuche)
    • Wolfgang Leonhardt: Biographie des Architekten Hermann Schaedtler. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. 19 (1999), S. 187–192.