

Introduction
Gabriel Tola (* vor 1525 in Brescia, Italien; † wahrscheinlich vor 1575 in Dresden) war ein italienischstämmiger Maler und Musiker der Renaissance, der am sächsischen Hof in Dresden wirkte.
Leben
1549 wurden Gabriel Tola zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Benedetto Tola sowie Quirino Tola durch den Fürstbischof von Trient, Cristoforo Madruzzo, von Brescia nach Dresden an den kursächsischen Hof unter Kurfürst Moritz entsandt, wo sie als Musiker, aber auch als Maler arbeiten sollten. Benedict und Gabriel arbeiteten bereits seit 1548 hier als Maler an den Sgraffito-Dekorationen bei der Erweiterung des Residenzschlosses und wirkten als erste Instrumentisten der kurfürstlichen Hofkapelle. Im Jahr 1563 malen sie eine Decke sowie ein Gewölbe im großen Schloßturm.
Erhalten geblieben ist ein Briefwechsel mit dem Kurfürsten nach achtjähriger Dienstzeit am Dresdner Hof, in denen Versorgungsansprüche und Auftragsarbeiten behandelt werden.
Das Todesjahr der Brüder ist nicht bekannt. Um 1575 kommt keiner der Brüder mehr in den Hofbüchern vor.
Literatur
- Thola (Tola), Gabriel de. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 33: Theodotos–Urlaub. E. A. Seemann, Leipzig 1939, S. 45.
- Thola (Tola), Benedikt de. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 33: Theodotos–Urlaub. E. A. Seemann, Leipzig 1939, S. 45.
- Archiv für die sächsische Geschichte, Band 4, Leipzig 1866, S. 167ff