Elisabeth Noack
German publisher and music educator

Elisabeth Noack

The basics
Quick facts
Intro
German publisher and music educator
Gender:
Female
Places:
Birth:
29 July 1895(Mainz, Rhineland-Palatinate, Germany)
Death:
20 April 1974(Darmstadt, Darmstadt Government Region, Hesse, Germany)
Star sign:
Politics:
Biography menu
Menu

Jump to

Introduction Leben Schriften
The details
Biography

Introduction

Elisabeth Noack (* 29. Juli 1895 in Mainz; † 20. April 1974 in Darmstadt) war eine deutsche Musikwissenschaftlerin, Musikpädagogin, Kantorin, Herausgeberin, Verlegerin.

Leben

Elisabeth Noack wuchs in Mainz als Tochter eines Architekten auf. Sie machte ihr Abitur 1915 an der Höhere Töchterschule Darmstadt und studierte anschließend Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte an der TH Darmstadt, Im Oktober 1917 wechselte sie an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie Musikwissenschaften studierte und am 21. März 1921 mit einer Dissertation zu Georg Christoph Strattner zum Dr. phil. promovierte. Als erste hessische Frau legte sie das Examen zum Schulmusiklehrer ab. Sie arbeitete anschließend an zwei Schulen, wechselte dann 1923 an die Bergschule von Hochwaldhausen. 1924 wurde sie Studienrätin und Musiklehrerin an der Helene-Lange-Schule in Schneidemühl.

Am 1. April 1929 wurde sie an die PH Kiel berufen und lehrte dort Musik. In dieser Zeit gab sie die mehrteilige Reihe Mein erstes Singbuch heraus, das für Grundschüler konzipiert war und nach der Tonika-Do-Lehre arbeitete. 1933 kehrte sie in den Schuldienst zurück. Von 1941 bis 1957 leitete sie den Tonika-Do-Verlag für Musikerziehung in Kiel. Diesen Posten erbte sie von Maria Leo, die als Jüdin aus dem Dienst entlassen wurde. Als Hochschuldozentin über die Zwangsmitgliedschaft aller Lehrkräfte im Nationalsozialistischen Lehrerbund NSLB auch NSDAP-Mitglied sicherte sie damit die Tonika-Do-Lehre in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie besuchte Maria Leo später auf dem Sterbebett und widmete ihr mehrere Aufsätze.

Nachdem sie in den Ruhestand ging und nach Darmstadt zog, begann sie sich vermehrt wissenschaftlich zu betätigen und publizierte einige Werke zur musikalischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Musikgeschichte Darmstadts. Am 29. Juli 1970 wurde ihr die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung zu teil. 1974 verstarb sie nach längerer Krankheit. Ihr Nachlass ist in der Universitätsbibliothek der TU Darmstadt archiviert.

Die Stadt Darmstadt widmete ihr später einen Platz im Komponistenviertel.

Schriften

  • Georg Christoph Strattner. Sein Leben und seine Werke. Dissertation. Berlin 1921.
  • Mein erstes Singbuch : Einführung unserer Kleinen in die Musik nach der Tonika-Do-Lehre. Mit Benutzung einfacher Rufe und Volkskinderlieder. Chr. Fr. Vieweg, Berlin-Lichterfelde. (Mehrbändiges Werk)
  • Weltliche und geistliche Chorgesänge des 16. bis 18. Jahrhunderts für 3 gemischte Stimmen. Vieweg Verlag, Berlin-Lichterfelde 1931.
  • Chorerziehung. Tonika Do-Bund, Dresden. ca. 1938. (Flugblatt)
  • Lobet Gott in allen Reichen : Ein Weihnachtsspiel. Bärenreiter-Verlag, Basel 1955.
  • Wir musizieren mit Kindern. Luther-Verlag, Witten 1964.
  • Wolfgang Carl Briegel: ein Barockkomponist in seiner Zeit. Merseburger Verlag, Berlin 1963.
  • Musikgeschichte Darmstadts vom Mittelalter bis zur Goethezeit. Reihe: Beiträge zur Mittelrheinischen Musikgeschichte. Band 8, Schott, Mainz 1967.