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Gender:
Female
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29 October 1924(Złoty Stok)
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Biography

Introduction

Barbara Neuhaus (* 29. Oktober 1924 in Reichenstein in Schlesien) ist eine deutsche Schriftstellerin und Hörspielautorin.

Leben

Neuhaus wurde am 29. Oktober 1924 im damals schlesischen Reichenstein als Tochter eines Chemikers geboren. Sie besuchte Schulen in Reichenstein, Patschkau und Glatz, wo sie 1942 auch das Abitur ablegte. Anschließend absolvierte sie bis 1944 eine Ausbildung zur Redakteurin, danach wurde sie zum Kriegsdienst verpflichtet. Nach Kriegsende fand Neuhaus zunächst in Glatz eine Beschäftigung bei einem Nachrichtenblatt der Roten Armee. 1948 musste sie ihre mittlerweile zu Polen gehörende Heimat verlassen und fand eine Anstellung als Landarbeiterin in Siethen. Die 1948 gegründete DBD bot ihr ab 1949 eine berufliche Heimat. Neuhaus wurde zunächst Redakteurin, ab 1951 Ressortleiterin bei der zentralen DBD-Tageszeitung Bauern-Echo in Berlin. Diese Tätigkeit setzte natürlich den Parteieintritt in die DBD voraus. In der Folge engagierte sich Neuhaus auch in ihrer Partei. Ab 1951 war sie für einige Jahre Mitglied des DBD-Bezirksvorstandes Berlin, 1953 zog sie für die DBD in die Ostberliner Stadtverordnetenversammlung ein. 1954 kandidierte sie als Berliner Vertreterin der DBD für die Volkskammer, deren Abgeordnete sie in der 2. und 3. Wahlperiode bis 1958 war. Parallel dazu absolvierte sie ab 1955 ein Fernstudium der Journalistik an der KMU Leipzig. Ab 1964 war Neuhaus freischaffend als Autorin tätig.

Unter Neuhaus' schriftstellerischen Arbeiten finden sich eine ganze Reihe von Kriminalromanen, von denen einige in der Reihe DIE – Delikte Indizien Ermittlungen herausgegeben wurden. Gleichzeitig war sie auch umfangreich für den Hörfunk tätig. Neben Kriminalhörspielen schrieb sie zwischen 1974 und 1981 23 Folgen für die vom Rundfunk der DDR ausgestrahlte langlebige Familienserie Neumann, 2x klingeln.

Barbara Neuhaus war bis zu dessen Tod mit dem Schriftsteller Wolfgang Neuhaus (1929–1966) verheiratet. Seine letzte Arbeit, einen Dokumentarbericht mit dem Titel Kampf gegen Sternlauf, veröffentlichte sie nach eigener Vollendung 1968.

Veröffentlichungen

  • 1968: Hexen im Luch, Roman, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin
  • 1969: Schritte im Regen, Kriminalroman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin
  • 1972: 26 Bahnsteige, Roman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin
  • 1975: Funksignale vom Wartabogen, Sachbuch, Militärverlag der DDR, Berlin
  • 1976: Tatmotiv Angst, Kriminalroman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin
  • 1984: Ich bitte nicht um Verzeihung, Kriminalroman, Verlag das Neue Berlin, Berlin
  • 1986: Spätes Geständnis, Kriminalroman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin
  • 1987: Altweibersommer, Kriminalroman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin
  • 1992: Der letzte Schlüssel, Kriminalroman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin, ISBN 3-359-00661-5
  • 1993: Wohl dem, der keine Erben hat, Kriminalroman, Verlag Das Neue Berlin, Berlin, ISBN 3-359-00689-5

Hörspiele

  • 1974–1981: Neumann, 2x klingeln (23 Folgen) – Regie: Joachim Gürtner
  • 1975: Kein Kavaliersdelikt (aus der Reihe Tatbestand) – Regie: Barbara Plensat
  • 1976: Coeurdame – Regie: Fritz-Ernst Fechner
  • 1977: Schwarze Orangen – Regie: Werner Grunow
  • 1978: Der gestohlene Großpapa – Regie: Günter Bormann
  • 1979: Schweigegeld – Regie: Joachim Witte
  • 1980: Sein einziger Brief – Regie: Ingeborg Medschinski
  • 1981: …aber das Moor ist stumm – Regie: Edith Schorn
  • 1982: Die lästige Oma – Regie: Wolfgang Brunecker
  • 1983: Die Wurstmafia – Regie: Joachim Gürtner
  • 1983: Trompetensolo – Regie: Joachim Gürtner
  • 1984: Verharschte Spuren – Regie: Joachim Gürtner
  • 1984: Rache – Regie: Walter Niklaus
  • 1984: Das Geheimnis der alten Standuhr – Regie: Joachim Gürtner
  • 1984: Im Herbststurm – Regie: Annegret Berger
  • 1985: Der große Irrtum – Regie: Edith Schorn
  • 1985: Holiday am blauen See – Regie: Joachim Gürtner
  • 1986: Selbst ist der Mann – Regie: Annegret Berger
  • 1986: Der Hund von Baskerow – Regie: Rüdiger Zeige
  • 1987: Millionenstäbchen – Regie: Annegret Berger
  • 1987: Der Kunstfehler – Regie: Klaus Zippel
  • 1988: Der Tod der Richterin – Regie: Walter Niklaus
  • 1990: Die Ex-Lady – Regie: Günter Bormann

Quellen

  • Rita Pawlowski: „Unsere Frauen stehen ihren Mann“. Frauen in der Volkskammer der DDR 1950–1989. Ein biographisches Handbuch. trafo, Berlin 2008, ISBN 978-3-89626-652-1, S. 198.